Bürgerinnen und Bürger können ab sofort Erstanträge auf Grundsicherung oder Hilfe zum Lebensunterhalt im Rahmen eines Videochats mit Mitarbeitenden des Sozialamtes online einreichen. In diesem „Virtuellen Amt“ können Anliegen und Fragen gemeinsam besprochen, der Antrag online ausgefüllt sowie digital unterschrieben werden. Neben der sogenannten digitalen Schriftbildsignatur steht dafür auch die Signatur-Variante über einen per SMS übermittelten TAN-Zahlencode zur Verfügung. Termine zum virtuellen Behördengang können beim Erstkontakt zu Neuanträgen mit dem Sozialamt vereinbart werden, damit entfallen die Anfahrt zum Amt sowie Wartezeiten vor Ort.
Das Sozialamt des Regionalverbandes betreut durchschnittlich 7.800 Haushalte, die Grundsicherung erhalten, und weitere rund 500, die Hilfe zum Lebensunterhalt bekommen. Beide Leistungen sind finanzielle Unterstützungen für Menschen, bei denen zum Beispiel die Altersrente oder Erwerbsminderungsrente nicht ausreicht, um den Lebensunterhalt zu sichern. Dies gilt auch für jüngere Menschen, die weniger als drei Stunden täglich arbeiten können. Pro Monat werden etwa 140 neue Anträge in diesen Bereichen gestellt, die ab sofort auch im „Virtuellen Amt“ eingereicht werden können.
„Mit der neuen Online-Beratung des Sozialamtes bei Erstanträgen schreitet der Regionalverband weiter voran hin zu zeitgemäßen digitalen Kommunikationswegen. Dabei handelt es sich nicht um ein ersetzendes, sondern um ein zusätzliches Angebot. Nach wie vor können Beratungstermine auch persönlich im Sozialamt in der Saarbrücker Europaallee oder im Rahmen der Sprechzeiten des Sozialamts vor Ort in den Städten und Gemeinden in Anspruch genommen werden“, erläutert der Erste Regionalverbandsbeigeordnete Norbert Moy.
Das Virtuelle Amt funktioniert ohne zusätzliche App. Auch Formulare können browserbasiert während der Online-Sitzung ausgefüllt werden. Benötigt wird ein internetfähiges Endgerät (PC, Notebook, Tablet oder Smartphone) mit Mikrofon, Kamera und Zugang zum Internet. Alle wichtigen Fragen und Antworten zum Virtuellen Bürgeramt sind auf der Internetseite des Regionalverbandes zusammengefasst.
Weitere digitale Bürgerdienste des Regionalverbandes
Bereits seit Ende Juni nutzt auch das Gesundheitsamt das „Virtuelle Amt“ für Beratungen zu reisemedizinischen Fragen. Insbesondere vor Reisen in tropische Gebiete sollten sich Reisende über die herrschenden klimatischen und hygienischen Bedingungen informieren. Parallel zum neuen Virtuellen Amt hat der Regionalverband bereits über 40 Antragsverfahren digitalisiert. Diese stehen zusammengefasst online unter www.regionalverband.de/buergerdienste.

