Gesundheitsamt: Erste bestätigte Tigermücken-Funde des Jahres

Wirksamster Schutz ist, Brutstätten zu minimieren

Dem Gesundheitsamt des Regionalverbands wurden unerwartet früh bereits zwei bestätigte Funde von Asiatischen Tigermücken in diesem Jahr gemeldet. Grund sind die sommerlichen Temperaturen. Hauptsächlich betroffene Gebiete sind weiterhin das gesamte Wohngebiet am Saarbrücker Staden, aber auch aus dem Saarbrücker Stadtteil St. Arnual gingen schon im vergangenen Jahr vereinzelte Meldungen ein. Das Gesundheitsamt bittet daher alle Bürgerinnen und Bürger – nicht nur in den bereits betroffenen Gebieten – in ihren (Vor-) Gärten nach potentiellen Brutstätten zu suchen, mit ihren Nachbarn zu sprechen und so gemeinsam eine weitere Ausbreitung dieser invasiven Art einzudämmen.

Mögliche Brutstätten sind insbesondere kleine, stehende Wasseransammlungen wie Blumentopfuntersetzer, Ablaufrinnen, Gießkannen, Regenfässer, Folien, Planen oder Autoreifen. Vogeltränken sollten einmal pro Woche entleert und gereinigt, größere mögliche Brutstätten wie Regentonnen abgedeckt werden. Dort, wo Wasseransammlungen nicht entfernt oder abgedeckt werden können, wie etwa in fest installierten Wassertanks, können gezielt sogenannte Bti-Tabletten zum Einsatz kommen. Dabei handelt es sich um ein biologisches Mittel, das gegen Mückenlarven wirkt, für Menschen, Tiere und Pflanzen aber ungefährlich ist. Die Tabletten sind in Bau- und Gartenmärkten erhältlich.

Die Tigermücke ist sehr klein, tagaktiv und so aggressiv, dass es Betroffenen kaum mehr möglich ist, sich in ihren Gärten oder auf dem Balkon aufzuhalten. Zu erkennen ist sie an ihrer schwarz-weißen Musterung, einschließlich fünf weißer Streifen an den Hinterbeinen, das letzte Segment ist weiß. Sie kann potentiell tropische Krankheiten, wie Dengue- und Chikungunyafieber übertragen. Dies ist aber derzeit noch unwahrscheinlich, da tropische Erkrankungen im Regionalverband bisher nur selten bei Reiserückkehrern auftreten.

Zur Früherkennung von möglichen Populationen sollte bei vermeintlichen Funden ein aussagekräftiges Foto zur weiteren Bestimmung eingesendet werden. Bei Fragen oder möglichen Tigermücken-Funden im Regionalverband können sich Einwohnerinnen und Einwohner per E-Mail an das Gesundheitsamt unter tigermuecke@rvsbr.de wenden.

Weitere Informationen sowie einen Infoflyer können Betroffene und Interessierte auch online unter www.regionalverband.de/tigermuecke abrufen.