Präventionskampagne Fair Play des Arbeitskreises Sexarbeit Saarland

5.000 kostenfreie Kondome machen auf Infoangebot aufmerksam

Anlässlich des Internationalen Hurentags am 2. Juni startet der Arbeitskreis Sexarbeit Saarland eine breitangelegte Präventionskampagne. Unter dem Titel Fair Play informiert diese insbesondere Kundinnen und Kunden von Sexarbeiterinnen und Sexarbeitern über eine Vielzahl an wichtigen Themen, darunter Gesundheitsschutz und Safer Sex, Testangebote, rechtliche Bestimmungen sowie Verhaltensweisen bei Anzeichen von Zwang, Ausbeutung oder Gewalt. Ziel ist es, einen respektvollen und wertschätzenden Blick auf Sexarbeitende zu fördern. Gleichzeitig soll das Bewusstsein für die Arbeits- und Lebensbedingungen von Sexarbeitenden sowie für Themen wie Armutsprostitution, Zwangsprostitution und Menschenhandel geschärft werden. Dies soll dazu beitragen, Bedingungen zu schaffen, unter denen selbstbestimmte Sexarbeit zwischen erwachsenen Menschen in einem sicheren und für alle Beteiligten akzeptablen Rahmen stattfinden kann. Alle Informationen sind zentral unter www.regionalverband.de/fair-play zusammengefasst. Neben Plakaten und Flyern in den Prostitutionsbetrieben machen auch 5.000 kostenlose Kondome auf das Informationsangebot aufmerksam.

 

Das Gesundheitsamt des Regionalverbandes ist saarlandweit für die Umsetzung des Prostituiertenschutzgesetzes zuständig. Derzeit bestehen 38 angemeldete Prostitutionsbetriebe. Die Ausübung der Prostitution ist nicht erlaubnispflichtig, muss jedoch vor Aufnahme der Tätigkeit persönlich behördlich angemeldet werden. Voraussetzung für eine Anmeldung ist die vorab erfolgte Teilnahme an einer gesundheitlichen Beratung. Die bundesweit gültige Anmeldung hat bei Personen zwischen 18 und 21 Jahren eine Gültigkeit von einem Jahr, bei Personen über 21 Jahren von zwei Jahren. Im vergangenem Jahr hat das Gesundheitsamt des Regionalverbandes 769 Anmeldungen ausgestellt.
 

Zu den Mitgliedern des Arbeitskreises Sexarbeit Saarland gehören der Verein Aldona, die Aidshilfe Saar, das Drogenhilfezentrum Saarbrücken, die Landespolizeidirektion sowie die Polizeiinspektion Saarbrücken und das Gesundheitsamt des Regionalverbands.