19. März: Tag des Gesundheitsamtes

Umzug des Gesundheitsamtes für Juni geplant

Der 19. März ist der „Tag des Gesundheitsamtes“. An diesem Datum soll auf die Bedeutung der kommunalen Gesundheitsbehörden aufmerksam gemacht werden, da diese für die Gesundheit der Bevölkerung eine tragende, oft zu wenig bekannte Rolle übernehmen. In diesem Jahr steht der Tag unter dem Motto „Vielfalt für Gesundheit“. Regionalverbandsdirektorin Dr. Carolin Lehberger betont: „Vielfalt zeigt sich in unserem Gesundheitsamt nicht nur in den Aufgaben, sondern auch bei den Menschen, die dort arbeiten. Die unterschiedlichsten Fachrichtungen arbeiten hier gemeinsam für das Wohl aller Menschen im Regionalverband zusammen. Das Gesundheitsamt ist dabei eine unverzichtbare Säule, die Prävention, Beratung und Schutz für die gesamte Bevölkerung vereint.“

Infektionsschutz als eine zentrale Aufgabe
Ob Pandemie oder kleiner lokaler Ausbruch: Die Arbeit des Gesundheitsamtes ist in vielen Fällen von entscheidender Bedeutung. So hat die Grippewelle in diesem Jahr verhältnismäßig früh und stark mit rund 250 Fällen im Januar begonnen. Seit Anfang Februar sind die Fallzahlen aber wieder rückläufig. Ebenfalls stark vertreten war in diesem Jahr die Atemwegserkrankung RSV mit rund 80 Fällen im Januar und Februar. Verhältnismäßig häufig haben das Gesundheitsamt zudem einzelne Erkrankungen, denen man durch eine Impfung vorbeugen kann und die einen sehr hohen Ermittlungsaufwand mit sich bringen, beschäftigt. Hierzu zählen beispielsweise Masern und Windpocken, aber auch Diphterie. Letztere kann unter anderem auch durch Haus- und Nutztiere auf den Menschen übertragen werden.
Ein weiteres Thema, welches das Gesundheitsamt seit einigen Jahren beschäftigt, ist die Ausbreitung der Asiatischen Tigermücke im Regionalverband. Diese kann potentiell tropische Krankheiten übertragen. Erste Funde wurden bereits 2023 in Saarbrücken gemeldet. Im vergangenen Sommer häuften sich Meldungen insbesondere in den Saarbrücker Stadtteilen St. Arnual und St. Johann. Das bestehende Informationsangebot soll deshalb weiter ausgebaut werden. So ist unter anderem eine interaktive Karte zu den Fundorten auf der Internetseite des Regionalverbands in Planung.

Ausblick auf das Jahr
Um Einsatzpläne, Meldewege und infektiologische Ausnahmelagen praxisnah zu trainieren, ist in diesem Jahr eine größere Übung am Saarbrücker Flughafen geplant. Diese soll gemeinsam mit allen im Notfall beteiligten Einrichtungen stattfinden.
Zudem wird das Gesundheitsamt im Juni umziehen, was auch mit einem Tag der offenen Tür gefeiert werden soll. Der neue Standort befindet sich dann in der Konrad-Zuse-Straße auf den Saarterrassen in Saarbrücken-Burbach.