Der Regionalverband Saarbrücken plant die Errichtung eines Erweiterungsbaus und die umfassende Modernisierung des Saarbrücker Gymnasiums am Schloss. Dies hatte die Regionalversammlung bereits 2023 einstimmig beschlossen. Die geplante Erweiterung wurde durch die wachsende Schülerzahl und die dadurch stetig steigende Raumnot notwendig. Den Zuschlag erhielt nun das Luxemburger Architekturbüro Metaform Architects, das in einem zweistufigen Verhandlungsverfahren den überzeugendsten Lösungsvorschlag unterbreiten konnte. Zur Realisierung des Erweiterungsbaus geht der Regionalverband aktuell von einem Investitionsvolumen in Höhe von rund 24 Millionen Euro aus.
Das Konzept sieht mehrere Bauabschnitte vor. Zunächst sind dabei kleinere Anbauten zum Innenhof sowie auf dem Bestandsgebäude an der Spichererbergstraße geplant. Anschließend wird die bestehende Sporthalle rückgebaut. Im Anschluss soll ein Neubau mit Turnhalle und Aula entlang der Talstraße sowie eine Mensa mit Dachterrasse errichtet werden. Zudem ist geplant, den Schulhof auf verschiedene Ebenen zu erweitern, sowie das Gebäude und das Außengelände barrierefrei zu erschließen. Im Anschluss ist eine Sanierung des Bestandsgebäudes vorgesehen.
Nach der Sanierung bietet das Gebäude Platz für rund 900 Schülerinnen und Schüler. Aktuell besuchen knapp 760 Schülerinnen und Schüler das Gymnasium am Schloss. Regionalverbandsdirektorin Dr. Carolin Lehberger sieht in dieser großen Schulbaumaßnahme einen bedeutenden Schritt zur langfristigen Sicherung eines leistungsfähigen und attraktiven Schulstandortes inmitten der Saarbrücker Innenstadt.
Bis zum tatsächlichen Baubeginn, der aktuell für 2028 anvisiert wird, sind allerdings noch viele Planungsschritte zu durchlaufen. Dies beginnt mit der Variantenerarbeitung einschließlich der jeweiligen Kostenermittlungen, dem Baugrundgutachten sowie der Abstimmung mit der Schule und weiteren Beteiligten. Im Anschluss wird die Genehmigungsplanung erarbeitet und ein Bauantrag eingereicht. Die Erteilung einer Baugenehmigung kann erfahrungsgemäß ein Jahr oder länger dauern. Die eigentlichen Bauleistungen müssen aufgrund der Größenordnung EU-weit ausgeschrieben werden. Bis zur endgültigen Vergabe ist dadurch nochmals mit mehreren Monaten zurechnen.
Nach dem Start der Bauarbeiten wird der Schulbetrieb insbesondere aufgrund des zeitweisen Wegfalls des Schulhofs beeinträchtigt werden. Um die Zeitspanne der Beeinträchtigungen möglichst gering zu halten, ist vorgesehen, den Erweiterungsbau größtenteils aus Fertigteilen zu errichten. Dies führt zwar zu einer längeren Vorlaufzeit, es verkürzt jedoch die späteren Bauzeiten vor Ort.

