Regionalverband unterstützt Qualifizierung neuer Berufsbetreuer

Förderung von Sachkundelehrgängen gestartet – Interessierte können sich informieren

Der Regionalverband Saarbrücken schafft mit einer neuen Förderung Anreize für Menschen, die sich eine Tätigkeit als Berufsbetreuerin oder Berufsbetreuer vorstellen können. Erstmals werden Zuschüsse zu den Kosten für Sachkundelehrgänge gewährt, die für die Registrierung erforderlich sind – das hat die Regionalversammlung kürzlich beschlossen. „Die rechtliche Betreuung ist eine verantwortungsvolle und zugleich vielseitige Aufgabe. Sie verbindet einen hohen gesellschaftlichen Nutzen mit einem hohen Maß an Selbstständigkeit und Gestaltungsfreiheit“, erklärt Regionalverbandsdirektorin Dr. Carolin Lehberger. „Mit der Förderung von einmalig 500 Euro im Rahmen der verfügbaren Haushaltsmittel möchten wir dazu beitragen, dass sich mehr Menschen für diesen wichtigen Beruf entscheiden.“ 

Aktuell sind im Regionalverband Saarbrücken rund 100 Berufsbetreuerinnen und -betreuer tätig. Mehr als ein Drittel von ihnen ist bereits über 60 Jahre alt. Um die Versorgung langfristig zu sichern, werden daher neue Fachkräfte dringend gebraucht. Berufsbetreuerinnen und -betreuer werden vom Amtsgericht für volljährige Menschen bestellt, die aufgrund einer Erkrankung oder Behinderung ihre Angelegenheiten nicht mehr selbst regeln können. Die Tätigkeit umfasst zum Beispiel das Stellen von Anträgen bei Behörden, die Organisation von Pflege- und Unterstützungsleistungen, die Vermögensverwaltung oder die Sicherstellung der medizinischen Versorgung.

Wer Interesse hat, in diesem Tätigkeitsfeld einzusteigen, sollte sich zunächst direkt an die Betreuungsbehörde des Regionalverbands wenden. Dort können alle Fragen rund um das Berufsbild, das Registrierungsverfahren und die neue Förderung in einem persönlichen Gespräch geklärt werden. Für Juristinnen und Juristen mit der Befähigung zum Richteramt sowie Absolventinnen und Absolventen eines Studiums der Sozialpädagogik oder der sozialen Arbeit gilt die Sachkunde bereits als nachgewiesen. Eine Förderung scheidet damit aus.

Weitere Informationen erhalten Interessierte online unter www.regionalverband.de/berufsbetreuer, per E-Mail an oder telefonisch unter 0681 506-5344.