Kolumne des Regionalverbandsdirektors

Liebe Bürgerinnen und Bürger,

ab dem 1. Februar gelten neue Richtwerte für Unterkunftskosten im Regionalverband Saarbrücken. Das sind Leistungen, auf die Empfänger von Hartz IV, Sozialhilfe und aus dem Asylbewerberbereich Anspruch haben. Was wir alle beobachten können: Die Mieten steigen. Die neu berechneten Angemessenheitsgrenzen für Brutto-Kaltmieten wurden daher der Mietpreisentwicklung der vergangenen Jahre angepasst – eine Aufgabe, die in regelmäßigen Abständen durchgeführt wird.

Zur Berechnungsgrundlage dienten neben 4.000 nach dem Zufallsprinzip abgefragten Haushalten unter anderem auch Daten des Jobcenters und des Sozialamtes, der Online-Plattform Immowelt sowie der großen Vermieter in der Region. Gegenüber der bislang gültigen Werte seit Mai 2017 werden nun je nach Ort und Anzahl der Personen pro Haushalt durchschnittlich 13 Prozent mehr übernommen. Ich bin zuversichtlich, dass die kommunalen Siedlungsgesellschaften damit gut wirtschaften können. Auch im Privatbereich könnte dies ein Anreiz sein, in den eigenen vermietbaren Wohnraum zu investieren.

Natürlich muss eine Anpassung der Richtwerte auch juristisch nachvollziehbar begründet werden. Dabei muss der Spagat geschafft werden, einerseits bedürftigen Bürgern eine adäquate Unterkunft zu finanzieren, andererseits aber die Kosten in einem vertretbaren Rahmen zu halten. Die  aktualisierte KdU-Tabelle finden Sie hier.

Ihr

Peter Gillo