Lesetagebuch

Im Unterricht werden – ganz klassisch – beim gemeinsamen Erarbeiten von Schullektüren wichtige Passagen gelesen und besprochen. Es gibt Arbeitsblätter, die teils in der Schule und teils zuhause bearbeitet werden müssen.

Wozu braucht man also ein Lesetagebuch (LTB)?

Die Schülern und Schülerinnen (SuS) legen ein LTB z.B. als Schnellhefter oder Ordner an. Dort wird selbstverantwortlich und kreativ möglichst jeden Tag etwas eingetragen, eingeheftet oder gezeichnet. Inhaltliche und gestalterische Anregungen dazu gibt es reichlich.

Lesetagebuch Anregungen.doc

Für die Schüler hat ein Lesetagebuch folgende Vorteile:

  • Das LTB ermöglicht den SuS einen persönlichen Zugang zum Roman.
  • Es erlaubt ihnen, Erfahrungen beim Lesen und auftretende Schwierigkeiten zu äußern.
  • Es ermöglicht unterschiedliche Äußerungsformen: Schreiben, Malen, Suchen, Sammeln, Einkleben.
  • Es regt zur Produktion unterschiedlicher und selbst gewählter Textsorten an: Inhaltsangabe, Ich-Erzählung, Brief, Tagebucheintrag, Zitat …
  • Es ermöglicht den SuS ein eigenes Arbeitstempo: Der Klassen-Gleichschritt wird zwar nicht ganz aufgehoben, es muss gewisse Zielmarken geben (z.B. X Seiten in zwei Wochen), aber es kann unabhängiger, individueller gelesen und gearbeitet werden.
  • Es entsteht meistens ein liebevoll gestaltetes Produkt, welches die SuS mit Zu-friedenheit erfüllt und auch außerhalb der Schule und Jahre später noch vorzeigbar ist.
  • Und schließlich: Die SuS können mittels des LTB untereinander über ihre Lektüre kommunizieren, die Einbahnstraße „Schüler liest vor, Lehrer kommentiert“ wird zum Tummelplatz der Lektüren: Partnerlesen, Gruppenlesen, Bilder herumzeigen, gefundene Informationen austauschen (Fotos, Comics, Internet-Seiten …).