Besuch der NS-Zeitzeugen

„Fragt uns – wir sind die Letzten.“

Vier Zeitzeugen besuchten am 21. September 2016 die Peter-Wust Gemeinschaftsschule. Schüler und Schülerinnen der Stufe 10 erlebten bewegende Momente mit vier Zeitzeugen aus Weißrussland, die das Konzentrationslager Ravensbrück oder das Ghetto überlebt haben. Zwei Dolmetscher übernahmen die nicht einfache Aufgabe, die traumatischen Erlebnisse für die Jugendlichen zu übersetzen. Als Begleiter waren auch zwei Delegierte der KEB Dillingen und des Maximilian-Kolbe-Werks anwesend. Beide Institute organisieren gemeinsam schon seit mehr als 20 Jahren diese Begegnungen im Saarland. An der Peter-Wust Schule haben die Zeitzeugenbesuche schon lange Tradition. Und auch dieses Mal waren die Jugendlichen sehr berührt von den geschilderten Erinnerungen. Sie stellten am Ende viele Fragen, die die eingeladenen Gäste offen beantworteten. Gerade heute, in Zeiten der Terrorängste und Flüchtlingswellen und damit einhergehend auch traurigerweise der aufflammenden Fremdenfeindlichkeit ist es von großer Bedeutung, jungen Menschen die Geschichte nahezubringen und die Konsequenzen aus Intoleranz, Hass und Unmenschlichkeit aufzuzeigen. Die Zeitzeugen, die mit ihren Erinnerungen an den Holocaust so entwaffnend offen ins Gespräch mit den Zuhörern gingen, haben etwas sehr Schönes bei unseren Schülern bewirkt: Nach den Gesprächen ging ein Großteil der Jugendlichen zu den Gästen und verabschiedete sich mit herzlichen Umarmungen von ihnen. Es war ein bewegender Moment, der lange nachhallen wird. Die Peter-Wust Schule ist stolz auf ihre Schüler und Schülerinnen. Sie haben gezeigt, dass ihnen die Vergangenheit nicht gleichgültig ist. Sie sind offen für menschliche Werte wie Toleranz, Mitgefühl, Weltoffenheit und Solidarität.