Für Prostituierte gelten folgende Regelungen

Was ist neu?

Wer in Deutschland der Prostitution nachgeht, ist nach den neuen gesetzlichen Regelungen verpflichtet, sich behördlich anzumelden und sich vorher gesundheitlich beraten zu lassen.  Über die gesundheitliche Beratung wird eine Bescheinigung ausgestellt, die bei der Anmeldung vorzulegen ist. Die Anmeldung muss persönlich erfolgen und wird ebenfalls bescheinigt. Beide Bescheinigungen sind immer mitzuführen. Wer bei Kontrollen keine oder nur ungültige Bescheinigungen vorlegen kann, muss mit Bußgeldern rechnen.

Wer muss sich anmelden?

Die Anmeldepflicht gilt ausnahmslos für alle Menschen, die sexuelle Dienstleistungen gegen Entgelt erbringen.

  • Personen, die ab dem 1. Juli 2017 mit der Tätigkeit beginnen, müssen sich sofort anmelden. 
  • Personen, die bereits vor dem 1. Juli 2017 der Prostitution nachgegangen sind, müssen sich bis 31.12.2017 anmelden.

Wie lange sind die Bescheinigungen gültig?

Wer zwischen 18 und 21 Jahren alt ist, muss seine Anmeldebescheinigung nach einem Jahr verlängern lassen und alle sechs Monate zur gesundheitlichen Beratung gehen. Für alle, die älter als 21 Jahre sind, gilt: Die Anmeldung ist nach zwei Jahren, die gesundheitliche Beratung nach einem Jahr zu erneuern.

Wo melde ich mich an?

Wer vorwiegend im Saarland tätig sein will, muss sich beim Regionalverband in Saarbrücken anmelden. Ist bereits eine Anmeldung in einem anderen Bundesland erfolgt, gilt diese auch im Saarland.