Kolumne des Regionalverbandsdirektors

Liebe Bürgerinnen und Bürger,

vor drei Wochen haben wir den 25. Jahrestag des "Unsichtbaren Mahnmals" mit einer kleinen Gedenkstunde begangen. Dieses Mahnmal ist etwas Besonderes: Eine Studentengruppe hatte damals - zunächst sogar heimlich - die Namen von jüdischen Friedhöfen auf die Unterseite einiger Pflastersteine des Schlossplatzes eingraviert. Zum Jubiläum hat der Regionalverband auf seiner Internetseite die Geschichte des Projektes dokumentiert. So können zum Beispiel Ausschnitte aus den 25 Jahre alten Reden von Jochen Gerz, Oskar Lafontaine und Ignatz Bubis dort abgespielt werden.

Überregional hat das Saarbrücker Projekt ein außerordentlich positives Echo gefunden. In der Region stieß es aber auch auf öffentliche Kritik. Kann ein Mahnmal, das man gar nicht sieht, weil es unter der Erde liegt, ein Mahnmal sein? Ich denke ja. Denn das Mahnmal erfüllt seine Funktion, weil man immer noch darüber spricht. In unserer Tourist-Info im Schloss fragen täglich Besucher, was es mit dem Unsichtbaren Mahnmal auf sich hat.

Aber sind die Meinungen in der Bevölkerung vor Ort heute immer noch so gespalten wie vor 25 Jahren? Sehen Sie es kritisch oder finden Sie es sogar außergewöhnlich gelungen? Sie können uns Ihre Meinung zum Unsichtbaren Mahnmal in unserem Online Gästebuch unter  www.regionalverband.de/mahnmal gerne mitteilen.

Ihr

Peter Gillo