Weihnachtsbaum aus Konservendosen im Saarbrücker Schloss

Installation von Markus Hohlstein soll zum Innehalten anregen

Ein Weihnachtsbaum der etwas anderen Art steht seit einigen Tagen im Mittelbau des Saarbrücker Schlosses. Es handelt sich dabei um eine weitere Installation des Saarbrücker Künstlers Markus Hohlstein, der zuvor schon mehrere große Glaskunstwerke an gleicher Stelle platziert hatte. Der rechtzeitig zur Adventszeit aufgestellte „Dosenbaum“ ist 2,50 Meter hoch und von innen heraus beleuchtet. Dadurch bietet sich dem Betrachter in den Abendstunden ein Licht- und Schattenbild an den Wänden im Mittelbau.

Doch der ungewöhnliche Weihnachtsbaum ist mehr als nur ein Augenschmaus. Markus Hohlstein möchte durch die Installation und durch zwei erläuternde Texttafeln zum Nachdenken in der besinnlichen Adventszeit anregen. Der Dosenbaum steht für den Hunger in der Welt, besteht er doch aus genau 365 leeren Konservendosen – für jeden Tag des Jahres eine. Die Dosen haben weder Deckel noch Boden. Die Betrachter sollen angeregt werden darüber nachzudenken, dass in einigen Teilen der Welt Überfluss herrscht, während in wesentlich mehr Ländern die Menschen Hunger leiden.

Weihnachtsstern auf dem Schlossdach

Dazu leuchtet zwischen den Fahnen des Regionalverbandes auf dem Dach des Mittelbaus wieder der „Weihnachtsstern“. Dieser besteht aus einem langen Metallrohr, das Hohlstein mit gebrochenen Glasscherben gefüllt hat. Eine LED-Lampe scheint vom Ende des Rohres durch die Glasscherben hindurch. Die gesamte Konstruktion mit Gerüst wiegt über 120 Kilogramm. Die Beleuchtung wird über Solarzellen mit Strom versorgt.

Regionalverbandsdirektor Peter Gillo: „Ich danke dem Künstler dafür, dass er uns mit einem etwas anderen Weihnachtsbaum zum Innehalten anregt und bereits im fünften Jahr seinen Weihnachtsstern zur Verfügung stellt. So können wir einen kleinen, leuchtenden Weihnachtsgruß an all jene senden, die abends an unserem Verwaltungssitz vorbeiflanieren.“