Saarbrücker Gemeinwesenprojekte und Kinderhäuser werden fortgeführt

Britz, Gillo und Träger unterzeichnen Kooperationsverträge für zwei Jahre

(Von vorne links) Dr. Armin Kuphal (PGG und PÄDSAK), Oberbürgermeisterin Charlotte Britz, Regionalverbandsdirektor Peter Gillo, Anne Fennel (Diakonisches Werk), (hintere Reihe v.l.) Eva Jung-Neumann und Reinhard Schmid (PÄDSAK), Werner Lorscheider und Thomas Hippchen (PGG), Wolfgang Schönberger (Diakonisches Werk), Karin Löwenbrück-Masson und Claudia Bickel (Caritas) freuten sich über die Fortführung der Saarbrücker Gemeinwesenprojekte anlässlich eines Festaktes im Saarbrücker Schloss

Saarbrückens Oberbürgermeisterin Charlotte Britz und Regionalverbandsdirektor Peter Gillo haben bei einem Festakt im Saarbrücker Schloss gemeinsam mit den Trägern der Gemeinwesenarbeit Kooperationsverträge für Saarbrücker Stadtteilprojekte unterzeichnet. Damit kann die Gemeinwesenarbeit (kurz: GWA) in den Stadtteilen Alt-Saarbrücken, Oberes Malstatt (Träger: Paritätische Gesellschaft für Gemeinwesenarbeit), Wackenberg (Träger: PÄDSAK), Folsterhöhe (Träger: Caritas), Burbach (Träger: Caritas und Diakonisches Werk), Brebach, Unteres Malstatt und neu in Dudweiler-Mitte (Träger: Diakonisches Werk) in den nächsten zwei Jahren fortgeführt werden.

Unterstützung im Alltag und Schnittstelle zum Jugendamt
Die Gemeinwesenprojekte sind in ihren jeweiligen Stadtteilen Anlaufstelle für Sozialfragen. Sie stellen beispielsweise Kontakte zu Behörden und Ämtern her und beraten und unterstützen Bürgerinnen und Bürger in vielen Angelegenheiten des Lebens. Sie helfen auch in Fragen, die das Wohnumfeld betreffen.

Für die Kinder-, und Jugendhilfe sind die GWAs eine wesentliche Schnittstelle zum Jugendamt im praktizierten Konzept einer sozialraumorientierten Jugendhilfe. In den Stadtteilen Alt-Saarbrücken, Brebach und Unteres Malstatt sind zu den GWAs Kinderhäuser mit angegliedert, deren Fortführung von Seiten des Regionalverbands und den Trägern für zwei weitere Jahre unterzeichnet wurde.

Angebot der Sozialberatung zur Vermeidung von Armut
Oberbürgermeisterin Charlotte Britz erklärte: „Die GWA ist ein wichtiges Instrument der Sozialpolitik in der Landeshauptstadt. Die GWA-Mitarbeiter sind Anwälte für die Menschen in den Stadtteilen. Sie bieten den Menschen Sozialberatung in ihrem Quartier und machen Bildungs-, Kultur- und Kommunikationsangebote. So können wir Maßnahmen unterstützen, die der Armutsentwicklung und ihren Folgen entgegenwirken.“

Ein Beitrag für positive Lebensbedingungen in den Stadtteilen
Regionalverbandsdirektor Peter Gillo: „Die Arbeit der Gemeinwesenprojekte soll dazu beitragen, positive Lebensbedingungen für die Menschen des jeweiligen Stadtteils zu erhalten oder zu schaffen. Damit beteiligt sie sich auch maßgeblich an der Erfüllung des Auftrags Jugendhilfe. Auch ein Teil der Frühen Hilfen des Jugend- und Gesundheitsamtes sind fester Bestandteil des GWA-Angebotes vor Ort. Dazu zählen beispielsweise die Babyclubs, die kostenfreie Angebote für Eltern mit Kindern bis zu drei Jahren anbieten.“

Spezielle Angebote gegen Kinderarmut

Die drei Kinderhäuser in Saarbrücken sind eng an die GWA gekoppelt. Sie bilden zusammen am Standort eine Organisationseinheit in gleicher Trägerschaft mit dem Ziel, die Auswirkungen der Kinderarmut durch spezielle Angebote zu mildern und den Teufelskreis der Armut zu durchbrechen. In den Kinderhäusern werden vorwiegend Kinder zwischen 6 und 10 Jahren und deren Eltern angesprochen.

Landeshauptstadt und Regionalverband investieren rund 2,5 Millionen Euro
Die Kooperationsverträge bieten den Vertragspartnern für die gesamte Laufzeit Planungssicherheit für die in den jeweiligen Einzelprojekten festgelegten personellen und sachbezogenen Ressourcen. Im Jahr 2019 werden für die Finanzierung der acht Saarbrücker Gemeinwesen-Projekte voraussichtlich rund 2,5 Millionen Euro benötigt, wovon die Landeshauptstadt Saarbrücken dann 1,7 Millionen Euro übernehmen wird. Der Regionalverband ist bezüglich der jugendhilfepolitischen Themen Kooperations- und Vertragspartner und beteiligt sich mit rund 780.000 Euro an den Gesamtkosten.

Die Kinderhäuser werden zum größten Teil durch den Regionalverband finanziert. Je nach Projekt liegt der Finanzierungsanteil zwischen 90 und 100 Prozent. Etwaige Deckungslücken werden als Eigenanteil der Träger aufgebracht. Für die Saarbrücker Kinderhäuser sind für 2019 Gesamtkosten von rund 400.000 Euro eingeplant.

Nicht auf dem Festakt unterzeichnet, aber ebenfalls beschlossen und weitergeführt, werden die Gemeinwesenarbeit Völklingen-Mitte sowie das Völklinger Kinderhaus in Trägerschaft von Caritas und Diakonie Saar. Für beide Einrichtungen sind 2019 Gesamtkosten von 240.000 Euro geplant, wovon der Regionalverband 211.000 Euro trägt.