Ihr Gesundheitsamt informiert: Grippeschutzimpfung

Die echte Grippe, auch Influenza genannt, ist primär eine akute Erkrankung der Atemwege, die sehr schwer verlaufen kann und durch Grippeviren übertragen wird. Erkältungen oder „grippale Infekte“ dagegen werden von anderen Erregern verursacht. Die Grippeviren werden wie die Erreger von Erkältungen durch kleinste Tröpfchen z.B. beim Husten, Reden und auch durch Kontakt über die Hände übertragen. Es gibt gute Gründe, die echte Grippe nicht auf die leichte Schulter zu nehmen und sich impfen zu lassen.

In Deutschland kommt es in den Wintermonaten besonders nach dem Jahreswechsel zu Grippewellen mit unterschiedlicher Ausbreitung und Schwere. Influenzaviren verändern sich ständig und bilden häufig neue Varianten. Durch diese Änderungen kann man sich im Laufe seines Lebens öfter mit Grippe anstecken und erkranken. Deshalb wird auch der Influenza-Impfstoff jedes Jahr auf Empfehlung der WHO neu angepasst und die Impfung muss jedes Jahr wiederholt werden.

Die Wirksamkeit der Grippeschutzimpfung hängt von vielen Faktoren ab. Ganz entscheidend ist, inwiefern die im Impfstoff enthaltenen Virusstämme mit den zirkulierenden Influenzavarianten übereinstimmen. Im letzten Winter passten die ausgewählten Impfstämme nur teilweise, so dass die Impfeffektivität erheblich geringer ausfiel als in anderen Jahren. Die WHO hat in diesem Jahr die Impfstämme entsprechend aktualisiert.

Wichtig: Durch die Impfung kann eine Grippeerkrankung nicht ausgelöst werden. Als Reaktion auf die Impfung können im Rahmen der Immunantwort in seltenen Fällen leichte Symptome wie bei einer Erkältung auftreten. An der Einstichstelle am Oberarm können ebenfalls als Impfreaktion lokale Schmerzen oder eine leichte Rötung auftreten. Allergische Reaktionen sind sehr selten.

Eine Grippe-Impfung empfiehlt die Ständige Impfkommission (STIKO) vor allem für Menschen, die bei einer Grippeerkrankung ein höheres Risiko haben sehr schwer zu erkranken:

 

  • Menschen, die 60 Jahre und älter sind
  • Schwangere ab dem zweiten Schwangerschaftsdrittel; bei Grunderkrankungen schon ab dem ersten Schwangerschaftsdrittel
  • Kinder, Jugendliche und Erwachsene mit erhöhter gesundheitlicher Gefährdung durch ein Grundleiden (wie zum Beispiel chronische Krankheiten der Atmungsorgane, Herz- oder Kreislauferkrankungen, Leber- oder Nierenkrankheiten, Diabetes oder andere Stoffwechselkrankheiten, chronische neurologische Krankheiten wie z.B. Multiple Sklerose)
  • Menschen mit angeborenen oder erworbenen Immundefekten oder bei HIV- Infektion
  • Personen mit einem stark erhöhten Risiko, sich und andere in ihrem Umfeld anzustecken - zum Beispiel medizinisches Personal oder Erwerbstätige mit viel Publikumsverkehr und Fernreisende.

Auf der Internetseite  www.infektionsschutz.de informiert die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) über einfache Hygienetipps, die helfen das Ansteckungsrisiko weiter zu verringern:

 

  • Regelmäßiges und gründliches Händewaschen mit Seife
  • Husten und Niesen in die Ellenbeuge oder in ein Taschentuch
  • Abstand halten zu erkrankten Personen
  • Regelmäßiges Lüften von Räumen
  • Im Krankheitsfall zu Hause bleiben und sich auskurieren

Weitere Informationen zur Grippeimpfung und anderen empfohlenen Impfungen finden Sie  unter  www.impfen-info.de und im Info-Flyer  "Virusgrippe im Keim ersticken" des Regionalverbandes Saarbrücken.