SaarLorLux als grenzenloser Wissenschafts- und Wirtschaftsraum

Regionalverbandsdirektor Peter Gillo bezeichnete den Euro Space Day als nachhaltigen Gewinn für die gesamte Region: „Aus einer kleinen Idee ist eine wahrhaft große Kooperation entstanden. Ich bin davon überzeugt, dass der Euro Space Day einen weithin wirksamen Mehrwert haben wird - für die regionale Wirtschaft, für die Hochschulen wie auch für die vielen Studierenden in unserer Region.“

Helma Kuhn-Theis, die Bevollmächtigte für Europaangelegenheiten, betonte die grenzüberschreitende Dimension der Veranstaltung: „Nicht nur für das Saarland, sondern auch die Großregion konnte sich beim Euro Space Day als grenzenloser Wissenschafts- und Wirtschaftsraum noch stärker positionieren und weiterentwickeln. Dies wird uns gemeinsam künftig in die Lage versetzten, im Wettstreit mit anderen europäischen Großregionen Vorbildfunktion zu übernehmen, um jungen Menschen eine berufliche Perspektive im Herzen Europas zu ermöglichen.“

Video Call – Deine Frage fliegt ins All

Obwohl die eigentlich geplante Liveschaltung zur ISS wegen dringender Reparaturarbeiten an der ISS nicht stattfinden konnte, waren alle Besucher des Euro Space Day begeistert. Der deutsche ESA-Astronaut Alexander Gerst hat als Ersatz eine Video-Grußbotschaft in den Festsaal des Saarbrücker Schlosses gesendet.

Die zahlreichen Fragen der Studierenden beantwortete kurzerhand der Leiter des Europäischen Astronautenzentrums Frank de Winne, der auch erster europäischer Commander der ISS war. De Winne hielt die 240 Besucherinnen und Besucher im voll besetzten Festsaal mit einem von ihm live kommentierten Video seiner Weltraum-Missionen in Bann. ESA-Astronautenchef de Winne: „Aus dem All betrachtet, zeigt sich die Saar-Lor-Lux-Region ohne Grenzen. Die QuattroPole ist ein tolles Beispiel dafür, wie die Grenzen innerhalb Europas tatsächlich verschwimmen.“

Unternehmensmesse bot Einstiegsmöglichkeiten in regionale High-Tech-Branche

Die Beteiligung auf der parallelen High-Tech-Unternehmensmesse war hochkarätig besetzt: Neben welt- oder europaweit agierenden Unternehmen wie Airbus Defence and Space oder Arianespace ist es gelungen, eine Vielzahl regionaler Unternehmen einzubinden. Fast alle Unternehmen hatten Angebote für Praktika oder Jobs im Gepäck, sodass sich die Fachkräfte von Morgen umfassend über Einstiegsmöglichkeiten in den Wirtschaftsraum Saar-Lor-Lux informieren konnten. Die Aussteller und die zahlreichen Besucher der Messe waren begeistert über die dargebotene Vielfalt der High-Tech- Unternehmen in SaarLorLux. Die Kombination aus der Unternehmensmesse und der Festsaal-Veranstaltung brachte den Studierenden die Themen Raumfahrt, Erdbeobachtung, IT und Telekommunikation auf eindrucksvolle Weise näher und zeigte ihnen die Perspektiven auf, die SaarLorLux bietet.

Diskussion: Arbeiten für und mit der ESA

Die beiden hochkarätig besetzten Podiumsdiskussionen im Festsaal beschäftigten sich mit der Frage, wie regionale Unternehmen und Forschungsinstitute mit der ESA als möglichem Auftraggeber zusammen kommen können und welches Potenzial die Raumfahrt und deren Anwendungen für die kommenden Jahrzehnte birgt. Mit dabei waren internationale Spitzenmanager, darunter Marc Friederes, Personal-Manager des Satellitenbetreibers SES Astra, Klauspeter Ludwig, Direktor von Airbus Defence & Space, Hans Zeller, Manager beim Raketenbetreiber Arianespace oder Dr. Marc Serres, Raumfahrtberater des luxemburgischen Wirtschaftsministers.