Pflegeeltern werden

Aus den unterschiedlichsten Gründen können manche Eltern ihre Erziehungsaufgaben nicht mehr erfüllen und das Jugendamt muss sich um die Kinder kümmern. Damit diese in einer oft schwierigen und belastenden Lebenssituation nicht in einem Heim untergebracht werden müssen, gibt es im Regionalverband Pflegefamilien, die die Kinder auf Zeit oder auf Dauer aufnehmen.

Gerade für kleine Kinder ist eine möglichst normale Familiensituation enorm wichtig. Auf das Engagement der Pflegeeltern sind sowohl die Gesellschaft als auch das Jugendamt des Regionalverbandes angewiesen.

Obwohl die Aufgabe mit einem hohen Maß an Verantwortung verbunden ist und die bestehende Familienstruktur vor Herausforderungen stellt, handelt es sich um eine erfüllende Tätigkeit. Das zeigen auch die Rückmeldungen vieler Pflegeeltern. Viel entscheidender als das monatliche Pflegegeld wird hier die Hilfe und Unterstützung der Pflegefamilien durch das Jugendamt angesehen. Unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter bereiten die Pflegeeltern intensiv auf ihre Aufgabe vor und helfen stets bei Fragen, Krisen und Problemen.

Einen guten Einblick in das sogenannte "Anbahnungsverfahren" und die ersten Annäherungsversuche mit dem Pflegekind bekommen Sie in dem  Selbsterfahrungsbericht einer Pflegemutter, den sie uns freundlicherweise zur Verfügung gestellt hat.

Oder schauen Sie bei unserem nächsten Infotag am 20. November 2018 um 18 Uhr im Kleinen Saal des Saarbrücker Schlosses vorbei. Anmeldung unter jugendamt-pflegekinder@rvsbr.de oder Tel. 0681 506-5112.

Für kleinere Kinder bis etwa 6 Jahre stehen im Regionalverband rund 20 sogenannte Bereitschaftspflegefamilien zur Verfügung, die oft sehr kurzfristig Kinder aufnehmen. Sie bieten den oftmals sehr beeinträchtigten Kindern den für die weitere körperliche und seelische Entwicklung notwendigen familiären Rahmen. Die Kinder verbleiben so lange in der Bereitschaftspflegefamilie, bis die weitere Perspektive geklärt ist. Sind die leiblichen Eltern wieder in der Lage Versorgung und Erziehung zu gewährleisten, wird das Kind wieder in deren Haushalt zurückgegeben. Ist dies nicht der Fall, wird eine „normale“ Pflegefamilie auf Dauer gesucht.

Interessierte Paare können in einem persönlichen Gespräch mit einer Fachkraft des Jugendamtes genau klären, was auf sie zukommt. Denn neben dem grundsätzlichen sozialen Engagement und einer gefestigten Familiensituation müssen weitere Fragen geklärt werden. Zum Beispiel: Sind wir bereit, mit den leiblichen Eltern zusammenzuarbeiten und diese den Pflegekindern positiv zu vermitteln? Aber auch bei den Kontakten zu den leiblichen Eltern unterstützten die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Jugendamtes. Das Jugendamt ist immer wieder interessiert an sozial engagierten Menschen, die sich die Tätigkeit als Pflegefamilie – entweder auf Zeit oder auf Dauer - zum Wohle eines Kindes vorstellen können. Der Regionalverband sorgt über eine angemessene Bezahlung hinaus für eine qualifizierte Beratung und Begleitung.