Klimaschutztipp März: Mehr Wärmeverbünde?

Zahlreiche private, öffentliche und gewerbliche Gebäude im Regionalverband könnten durch Wärmeverbünde ihre CO2-Emissionen reduzieren und effizienter heizen.

Für das Klimaschutzkonzept des Regionalverbands wurden rund 16.000 km Straßenzüge ausgewertet. So konnten Gebiete mit hohen Wärmedichten identifiziert werden, in denen prinzipiell die Möglichkeit der Einrichtung von Nahwärmenetzen besteht. Denn je mehr Gebäude mit hohem Wärmebedarf in unmittelbarer Nähe zueinander liegen, umso rentabler kann dort ein Nahwärmenetz betrieben werden.

Die Gebiete mit hohem Wärmebedarf wurden nochmals unterschieden in solche, die bereits an das existierende Fernwärmenetz angeschlossen sind (Gruppe 1) bzw. in dessen unmittelbarer Nähe liegen, aber noch keinen Anschluss haben (Gruppe 2) und solche, die für neue Nahwärmelösungen in Frage kämen (Gruppe 3). Insgesamt konnten 10 Gebiete der Gruppe 3 identifiziert werden, von denen sechs im Stadtgebiet von Saarbrücken und die weiteren vier in Heusweiler, Quierschied, Kleinblittersdorf und Sulzbach liegen. In der Regel handelt es sich hier um Mischgebiete mit Wohnbebauung, Sportstätten, Gewerbe und öffentlichen Gebäuden. Für die Umsetzung einer Nahwärmeversorgung muss in einem ersten Schritt ein Konzept und anschließend eine Vorplanung erstellt werden, um die Wirtschaftlichkeit des Projekts zu bewerten.

Über die KfW können Zuschüsse für sog. „integrierte Quartierskonzepte“ im Programm „Energetische Stadtsanierung“ (Programmnr. 432) beantragt werden. Der Zuschuss der KfW zur Konzepterstellung beträgt bis zu 65% der förderfähigen Kosten. Antragsberechtigt sind Kommunen und deren unselbständige Eigenbetriebe. Außerdem können aus den Zuschüssen auch Leistungen privatwirtschaftlich organisierter oder gemeinnütziger Akteure finanziert werden (z.B. Stadt- und Gemeindewerke, Energiegenossenschaften).

Weitere Förderungen für die Umsetzung energieeffizienter Wärmeerzeugung inklusive Abwärmenutzung gibt es im Rahmen der saarländischen Zukunftsenergieprogramme (ZEP) KMU, Wärme, Kommunal. Über diese Programme können ggf. die restlichen 35% der Kosten für integrierte Konzepte gedeckt werden.

Ansprechpartner für ZEP: Ministerium für Wirtschaft, Arbeit, Energie und Verkehr (MWAEV), Herr Klaus-Dieter Uhrhan, Tel.: 0681 501 4298, e-mail: k.uhrhan@wirtschaft.saarland.de

In der Reihe „Tipps zum Klimaschutz“ informiert der Regionalverband Saarbrücken jeden Monat über die klimafreundliche Gestaltung des täglichen Lebens.