Klimaschutztipp August: Heizung warten, Verteilung optimieren

Regelmäßige Wartung spart Energie und Geld

Ein Mehrverbrauch ist bei modernen Heizgeräten fast immer auf eine mangelhafte Wartung und Einstellung zurückzuführen. Ein Rußansatz im Öl-Kessel von nur 1 mm lässt z. B. die Abgastemperatur um 50 °C ansteigen und erhöht somit z.B. den Öl-Bedarf um 4 %. Hohe Abgastemperaturen bei Gas-Thermen deuten auf verschmutzte Wärmetauscher hin. Wird z. B. ein hoher Luftüberschuss im Abgas gemessen, ist meist der Zug zu hoch und die Wärmeausbeute zu gering. Der Gasbedarf steigt entsprechend. Von verschiedenen Experten wird das Einsparpotenzial durch kontinuierliche Wartung mit 5 % bis 7 % angegeben.

Wichtig: Lassen Sie sich zur besseren Kontrolle unbedingt ein Wartungsprotokoll aushändigen. Im Wartungsprotokoll sollten die Arbeiten konkret beschrieben und die gegebenenfalls ermittelten Messwerte enthalten sein.

Verteilung optimieren: Der hydraulische Abgleich

Ihre Heizkörper fiepen oder gluckern? Obwohl überall auf drei gedreht, glüht der Heizkörper in einem Zimmer, in einem anderen wird er nur lauwarm? Die richtige Einstellung des Heizsystems durch einen hydraulischen Abgleich löst das Problem der ungleichmäßigen Wärmeverteilung. Dabei wird für jeden einzelnen Heizkörper die Menge an Heizungswasser so begrenzt, dass zu jedem Heizkörper genug Wärme transportiert wird, aber nicht mehr als nötig. So lässt sich bei einer Erdgasheizung der Ausstoß von rund 350 kg CO2 pro Jahr vermeiden. In einem Einfamilienhaus mit 150 m2 können Sie damit Ihren Heizenergiebedarf um etwa 1.400 kWh pro Jahr senken und sparen damit jährlich rund 100 Euro ein.

In der Reihe „Tipps zum Klimaschutz“ informiert der Regionalverband Saarbrücken jeden Monat über die klimafreundliche Gestaltung des täglichen Lebens.