Jugendarbeitsschutzgesetz

Da junge Menschen körperlich und geistig noch in der Entwicklungsphase stecken, sollen Kinder und Jugendliche vor Tätigkeiten geschützt werden, die für sie gefährlich oder ungeeignet sind oder sie in ihrer Entwicklung beeinträchtigen. Die rechtliche Grundlage zu dieser Schutzabsicht ist das Jugendarbeitsschutzgesetz. Dieses definiert den rechtlichen Rahmen, in dem Kinder und Jugendliche beschäftigt werden können.

Das Jugendarbeitsschutzgesetz gilt für junge Menschen unter 18 Jahren

  • in der Berufsausbildung,
  • als Arbeitnehmer oder Heimarbeiter,
  • mit sonstigen Dienstleistungen, die der Arbeitsleistung von Arbeitnehmern oder Heimarbeitern ähnlich sind in einem der Berufsausbildung ähnlichen Ausbildungsverhältnis.

Das Jugendarbeitsschutzgesetz gilt jedoch nicht

  • für geringfügige Hilfeleistungen, soweit sie gelegentlich aus Gefälligkeit, auf Grund familienrechtlicher Vorschriften, in Einrichtungen der Jugendhilfe oder in Einrichtungen zur Eingliederung Behinderter erbracht werden,
  • für die Beschäftigung durch die Personensorgeberechtigten im Familienhaushalt.

Das Jugendarbeitsschutzgesetz regelt

  • das Beschäftigungsverbot für Kinder sowie die behördlichen Ausnahmen für Veranstaltungen,
  • die Beschäftigung Jugendlicher insbesondere die Dauer der Arbeitszeit und der Ruhepausen,
  • Beschäftigungsverbote und -beschränkungen für Jugendliche,
  • Pflichten des Arbeitgebers bei der Beschäftigung von Jugendlichen,
  • die gesundheitliche Betreuung von beschäftigten Jugendlichen.