Internationale Wochen gegen Rassismus

Die Internationalen Wochen gegen Rassismus Saarland (IWGR) finden jährlich in den zwei Wochen um den 21. März, den internationalen Tag gegen Rassismus, statt. Hintergrund der Veranstaltungswochen sind die Geschehnisse des 21. März 1960:

Im südafrikanischen Sharpeville demonstrieren 20.000 Menschen friedlich gegen die diskriminierenden Passgesetze des damaligen Apartheid-Regimes. Die Polizei reagiert darauf mit brutaler Gewalt. 69 Menschen werden erschossen und mehr als 180 verletzt. Dieses Blutbad ging als das „Massaker von Sharpeville“ in die Geschichte ein und war, sechs Jahre später, für die Generalversammlung der Vereinten Nationen ausschlaggebend, den 21. März zum Internationalen Tag zur Beseitigung der Rassendiskriminierung zu erklären. Im Laufe der Jahre haben sich auf der ganzen Welt um diesen Tag Aktionswochen etabliert. Seit 1994 auch in Deutschland.

Die Internationalen Wochen gegen Rassismus Saarland (IWGR) sind eine gemeinsame Veranstaltung des Jugendzentrums Försterstraße, der DGB-Jugend Saar und des Café Exodus. Sie sind Aktionswochen der Solidarität mit den Opfern von Rassismus. In diesem Rahmen wird nicht nur das Thema Rassismus beleuchtet, auch Themen wie Ausgrenzung, Antisemitismus, Homophobie, Rechtsextremismus und Nationalsozialismus werden angesprochen. Das Jugendzentrum Försterstraße engagiert sich in den IWGR, da besonders Jugendlichen der Einstieg in die rechte Szene durch Lifestyle–Angebote, Konzerte als gemeinschaftsstiftende Events, modische Kleidung mit offenen oder verschlüsselten rechten Botschaften sowie erlebnisorientierte Freizeitangebote vereinfacht wird.

Auch ist die Antirassismusarbeit Teil der täglichen Arbeit im Jugendzentrum, wo Jugendliche aus den verschiedensten Kulturkreisen aufeinandertreffen. Stellvertretend für den Regionalverband Saarbrücken, als Träger des Jugendzentrums, möchten wir hier den Abteilungsleiter der Abteilung Kinder- und Jugendarbeit des Jugendamtes zitieren: „Uns geht es in der Jugendarbeit zentral darum, Jugendlichen Lust auf Demokratie zu machen, sie für die Inanspruchnahme und Einhaltung unserer Grundrechte anzuregen und Ihnen dafür Erfahrungsräume und Gelegenheiten in unseren Jugendzentren zu schaffen.“