Kulturpreis des Regionalverbandes

Der Regionalverband Saarbrücken setzt mit einem eigenständigen Kulturpreis einen wichtigen Akzent im Kulturleben der Region. Im jährlichen Wechsel wird ein Kulturpreis für Kunst und ein Kulturpreis für Musik vergeben. Ziel ist die Begegnung und der Austausch zwischen relevanten Themen der Regionalentwicklung und der Kultur. 

Kulturpreis für Kunst 2018

Die Junge Bühne Auersmacher und Martin Steinert erhalten den Kulturpreis für Kunst des Regionalverbandes Saarbrücken 2018

Der Kulturpreis für Kunst des Regionalverbandes Saarbrücken 2018 geht an gleich zwei Nominierte: die Künstlergruppe „Junge Bühne Auersmacher“ erhält 2.000 Euro, der Einzelkünstler Martin Steinert 1.000 Euro Preisgeld.

Die Preisverleihung fand am Donnerstag, den 29. November, ab 18 Uhr im Rahmen eines Festaktes im Saarbrücker Schloss statt. Der Regionalverband hatte Interessierte eingeladen, am Festakt teilzunehmen und Kostproben der „engagierten Kunst“ live zu erleben.

Vor dem Hintergrund, dass die Genres der Künstler kaum vergleichbar sind, wurden nach dem Votum der Jury beide Vorschläge gleichrangig als preiswürdig angesehen. Regionalverbandsdirektor Peter Gillo: „Wir suchen stets Künstlerinnen und Künstler, die sich auch mit den aktuellen gesellschaftlichen Herausforderungen in unserer Region auseinandersetzen und Visionen zu deren Lösung entwickeln. Die diesjährigen Preisträger werden für ihre engagierte, künstlerische Arbeit zu gesellschaftsrelevanten Themen der Gegenwart ausgezeichnet.“ Die beiden Preisträger sollen für ein Kooperationsprojekt im Sinne des Leitgedankens des Kulturpreises für Kunst im Regionalverband Saarbrücken gewonnen werden.


Als Amateurtheater prägt und inspiriert die Künstlergruppe „Junge Bühne Auersmacher“ seit über 50 Jahren maßgeblich das Kulturgeschehen an der Oberen Saar im Regionalverband Saarbrücken. Mit vielfältigen schauspielerischen Nuancen und Kompetenzen gelingt es der Künstlergruppe, aktuelle Themen und Erfahrungsräume aus den unterschiedlichsten Lebenswelten schauspielerisch auszuloten und das Publikum an diesem Prozess teilhaben zu lassen. Die Jury unter Vorsitz des Ehrenamtlichen Beigeordneten Karlheinz Wiesen betont in ihrem Votum die ambitionierte Kunst des Schauspiels der Künstlergruppe als „sozialen Kitt“. Dieser wirke sowohl generationsübergreifend innerhalb der Künstlergruppe als auch in der Dorfgemeinschaft Auersmacher selbst. Der Ort sei sich dadurch der Kraft der Kunst und ihrer Bildsprache bewusst geworden.

Ein Portrait der Jungen Bühne Auersmacher finden sie hier.

"Der Flaschengeist"
"Der Flaschengeist"
"Passionsspiele"
"Passionsspiele"

Der Künstler Martin Steinert unterstreicht mit seinen aktuellen Kunstprojekten den Stellenwert von partizipativen Kunstprojekten in der Öffentlichkeit. Laut Juryvotum lade Steinert ein, biete einen Rahmen und werfe mit seiner Kunst Fragen zu Orten und aktuellen gesellschaftlichen Themen auf. Vielfach gehe er mit seinen bildhauerischen Werken in Vorlage, entwickele einen Plot mit Modell und bereite sein Material für Begegnung vor. Diese Art der Teilhabe der Öffentlichkeit an der Kunst, die Möglichkeit an der Entstehung eines Kunstwerkes aktiv mitzuwirken, zeichne die Projekte Martin Steinerts aus.

Ein Portrait des Künstlers finden sie hier.

"Wooden Cloud" in der Johanniskirche
Skulptur in Berlin
GegenOrt, Raumskulpturen im Industriepark Wassergarten, Landsweiler-Reden, 2014/2018
GegenOrt, Raumskulpturen im Industriepark Wassergarten, Landsweiler-Reden, 2014/2018

Kulturpreisträger für Kunst des Regionalverbands Saarbrücken 2018

Als Amateurtheater prägt und inspiriert die Künstlergruppe „Junge Bühne Auersmacher“ seit über 50 Jahren maßgeblich das Kulturgeschehen an der Oberen Saar im Regionalverband Saarbrücken. Komödien, Dramen, Schauspiel sowie musikalische und literarische Darbietungen, aber auch Kinder- und Jugendstücke werden ambitioniert und mit hohem schauspielerischem Einfühlungsvermögen in einem jährlichen Herbst- und Winterprogramm mit bis zu 25 Aufführungen auf die Bühne gebracht. Unter Leitung ihres Regisseurs Josef Lang kommen bei den meisten der Produktionen der Künstlergruppe auch gesellschaftsrelevante Aspekte und Fragestellungen zum Tragen. Mit vielfältigen schauspielerischen Nuancen und Kompetenzen gelingt es der Künstlergruppe, aktuelle Themen und Erfahrungsräume aus den unterschiedlichsten Lebenswelten schauspielerisch auszuloten und das Publikum an diesem Prozess teilhaben zu lassen. Das Œuvre der „Jungen Bühne Auersmacher“ vermittelt den Zuschauern immer auch eine Idee von gelebter Gemeinschaft und Verantwortung für ein tragfähiges, soziokulturelles Miteinander.

Mit den Passionsspielen, die alle fünf Jahre von der „Jungen Bühne Auersmacher“ inszeniert werden, verdeutlicht die Künstlergruppe mit 300 ehrenamtlichen Schauspielern und Schauspielerinnen, wie sich Kulturgeschichte in Wechselwirkung zu gesellschaftspolitischen Entwicklungen der Gegenwart gegenseitig spiegeln, ergänzen und herausfordern können. Aktuelle Themen, wie beispielweise die Rolle der Frau, Migration und Integration werden schauspielerisch reflektiert. Über die Brücke von Kunst und Kultur wird ein ganzes Dorf über den 6-wöchigen Zeitraum der Spiele zu einem Ort des Austauschs und der Begegnung. Ein erheblicher Teil des Erlöses wird für soziale und caritative Projekte gespendet und unterstreicht den engagierten, bürgerschaftlichen und sozialen Charakter der Idee der „Jungen Bühne Auersmacher“.

Durch die Theaterarbeit in den angeschlossenen Kinder- und Jugendgruppen stellt die „Junge Bühne Auersmacher“ zudem unter Beweis, wie es gelingen kann, Jugendliche durch künstlerisches Schaffen zu inspirieren und sie gleichfalls in die dörfliche Gemeinschaft und deren Themen zu integrieren.

Insgesamt wirkt die ambitionierte Kunst des Schauspiels der „Jungen Bühne Auersmacher“ als „sozialer Kitt“, sowohl generationsübergreifend innerhalb der Künstlergruppe als auch in der Dorfgemeinschaft Auersmacher selbst. Der Ort ist sich dadurch der Kraft der Kunst und ihrer Bildsprache bewusst geworden. Dies ist ein beispielgebendes Modell im Regionalverband Saarbrücken!

Der Regionalverbandsdirektor Peter Gillo und die Jury beglückwünschen die „Junge Bühne Auersmacher“ zu ihrer Arbeit! Der Regionalverband Saarbrücken verleiht der Künstlergruppe in Anerkennung und Wertschätzung ihrer engagierten Kunst den Kulturpreis für Kunst 2018.

Martin Steinert hat sich der Region Saarbrücken schon früh mit dem kulturellen Erbe seiner Heimat künstlerisch auseinandergesetzt und mit entsprechenden Werken im öffentlichen Raum ein Zeichen gesetzt. Viele seiner Werke und Raumskulpturen spielen dabei auf das industriekulturelle Erbe an und sind u.a. im öffentlichen Raum in Saarbrücken (bspw. am KuBa - Kulturzentrum am Eurobahnhof), Quierschied (Q.lisse) und Riegelsberg zu finden.

Martin Steinert unterstreicht mit seinen aktuellen Kunstprojekten den Stellenwert von partizipativen Kunstprojekten in der Öffentlichkeit. Prozessorientiert ergreift er zumeist die Initiative, lädt ein, bietet einen Rahmen und wirft mit seiner Kunst Fragen zu Orten und aktuellen gesellschaftlichen Themen auf. Vielfach geht er mit seinem bildhauerischen Werken in Vorlage, entwickelt einen Plot mit Modell und bereitet sein Material für Begegnung vor. Diese Art der Teilhabe der Öffentlichkeit an der Kunst, die Möglichkeit an der Entstehung eines Kunstwerkes aktiv mitzuwirken, zeichnet die Projekte Martin Steinerts aus. Mit seinem Projekt „Wooden cloud – die Architektur der Wünsche“ hat Martin Steinert in diesem Kontext ein im Regionalverband startendes, grenzüberschreitendes, internationales Projekt ins Rollen gebracht hat, dessen gesellschaftlicher und interkultureller Wert nachhaltig zur Wirkung kommt. Die „Wooden cloud“ verbindet auf einzigartige Weise von Saarbrücken ausgehend Menschen in Europa.

An markanten, stark frequentierten Plätzen verschiedener Metropolstädte entstand bzw. entsteht aus tausenden Holzstäben jeweils eine ortsbezogene Raumskulptur - die „Wooden cloud“. Die Holzstäbe können vor und während der Montage von den Menschen mit ihren Wünschen beschriftet werden. Dieses grenzüberschreitende, partizipative Kunstprojekt hat an den jeweiligen Standorten in den Städten, eine große Resonanz sowohl bei den Menschen als auch in den Medien hervorgerufen.

Mit der Vorstellung von Dokumentationen des Projektes kehrt die „Wooden cloud“ des Künstlers immer wieder an ihren Ursprungsstandort im Regionalverband Saarbrücken zurück. Die Sichtbarmachung von Wünschen unterschiedlichster kultureller Standorte in Europa in der Verwebung temporärer Kunstprojekte erlaubt eine Ahnung von dem, was Menschen der Gegenwart im Innersten beschäftigt und haben eines ganz deutlich gemacht: Egal, wo wir leben, wir leben alle in einer Welt! Dies ist das einigende Narrativ der „Wooden cloud“ und unterstreicht das grenzüberschreitende, sozio-kulturelle Engagement des Künstlers.

Der Regionalverbandsdirektor Peter Gillo und die Jury beglückwünschen Martin Steinert zu ihrer Arbeit! Der Regionalverband Saarbrücken verleiht dem Künstler in Anerkennung und Wertschätzung seiner engagierten Kunst den Kulturpreis für Kunst 2018.

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