Ambulante Hilfe zur Pflege

Was ist ambulante Hilfe zur Pflege nach dem 7. Kap. SGB XII

Die Leistungen der Hilfe zur Pflege werden für Personen gewährt, die über einen längeren Zeitraum oder auf Dauer auf fremde Hilfe bei der Pflege angewiesen sind.

Die Hilfe zur Pflege ist einkommens- und vermögensabhängig.

Wer kann Leistungen beantragen?

Nach der Feststellung des Umfangs der Pflegebedürftigkeit durch den medizinischen Dienst der Krankenversicherung kann Hilfe zur Pflege gewährt werden, wenn die sozialhilferechtlichen Voraussetzungen vorliegen. Im Rahmen der Nachrangigkeit der Sozialhilfe werden die erforderlichen Leistungen für folgende anspruchsberechtigte Personengruppen gewährt:

  • Pflegebedürftige Menschen, die zwar pflegeversichert, aber nicht pflegebedürftig im Sinne der Pflegeversicherung sind (Hilfebedarf unterhalb Pflegestufe I bzw. für weniger als 6 Monate )
  • Pflegebedürftige Menschen, die zwar Leistungen der Pflegeversicherung erhalten, diese jedoch wegen der in der Höhe begrenzten Leistungsbeträge der Pflegeversicherung den individuellen Pflegebedarf nicht abdecken
  • Pflegebedürftige Menschen, die Hilfen im Sinne der anderen Verrichtungen (§ 61 Abs. 1 Satz 2 SGB XII) benötigen, die nicht im Leistungsspektrum der Pflegeversicherung enthalten sind
  • nicht pflegeversicherte pflegebedürftige Menschen. 

Leistungen der ambulanten Hilfe zur Pflege

Pflegesachleistungen, Pflegegeld, angemessene Aufwendungen der Pflegeperson (z.B. Fahrtkosten, bes. Kleidung usw.), angemessene Beihilfen der Pflegeperson zur Erzielung und Erhaltung der Pflegebereitschaft, Beiträge für eine angemessene Alterssicherung, Heranziehung einer besonderen Pflegekraft, Entlastung der Pflegeperson und Pflegehilfsmittel

Wo kann der Antrag im Regionalverband Saarbrücken gestellt werden?

Anträge auf Leistungen der Sozialhilfe / Hilfe zur Pflege können beim Fachdienst 50 – Soziales am Schloss oder in den Sprechstunden des Mobilen Beratungsdienstes vor Ort gestellt werden.