Der Regionalverband Saarbrücken ist Fairtrade-Region

„TransFair e.V. – Fairtrade Deutschland“ hat den Regionalverband Saarbrücken 2016 als offizielle Fairtrade-Region ausgezeichnet. Somit erhält nach der Landeshauptstadt, der Universität des Saarlandes und vier Schulen auch die Saarbrücker Kreisebene das Fairtrade-Siegel.

Der Fairtrade-Ehrenbotschafter Manfred Holz übergab im Rahmen einer Auszeichnungsfeier am 03.05.2016 die offizielle Urkunde an Regionalverbandsdirektor Peter Gillo und lobte das Engagement vor Ort: "Jede gute Eine-Welt-Arbeit kann zu einem festen Bestandteil des Profils und Image einer jeden Institution werden, und der Regionalverband Saarbrücken ist da richtig gut dabei!" Peter Gillo betonte die globalen Auswirkungen des regionalen Handelns: „Menschen wollen mit ihrer Arbeit mindestens so viel verdienen, dass sie davon leben können. Wenn ein Bauer trotz harter körperlicher Arbeit seine Familie nicht ernähren kann, dann liegt das zum Teil auch an ungerechten Welthandelsstrukturen. Im Fairen Handel sind die Strukturen anders: Die Produkte werden zu fairen Bedingungen hergestellt und importiert.“

Um die Auszeichnung zu erhalten, mussten gewisse Kriterien erfüllt sein. So müssen etwa Fairtrade-Produkte im Einzelhandelssortiment vorhanden sein und eine gewisse Zahl an öffentlichen Einrichtungen wie Schulen müssen Fairtrade-Projekte vorweisen.

Beispielhaft seien nur einige Aktionen genannt, die der Regionalverband in seiner Verwaltung, in seinen weiterführenden Schulen und in seinen Jugendzentren bisher umgesetzt hat: So wurden 100 Schulklassen im Regionalverband als faire Klassen ausgezeichnet und  seit 2014 erhalten jedes Jahr 16.000 Schüler ihre Bücher in Fairtrade-Bio-Baumwolltaschen mit einer Info über fairen Handel. Neue Pachtverträge für Schulkioske und Caféterien enthalten einen Passus über die Pflicht, ein warmes Fairtrade-Getränk und ein weiteres Fairtrade-Produkte im Sortiment zu haben und im Frühjahr 2016 fand im Jugendzentrum auf der Folsterhöhe ein Fairtrade-Bio-Kochduell statt. Bereits seit 2004 wird in der Gastronomie des Saarbrücker Schlosses ausschließlich Fairtrade-Kaffee, -Kakao und -Zucker verwendet.

Kein Schlusspunkt sondern Ansporn

Die Auszeichnung ist kein Schlusspunkt, sondern vielmehr Ansporn für weitere Aktivitäten. „Dabei wollen wir auch nach außen hin Akzente setzen – vor allem als Schulträger, in unseren Jugendzentren und in unseren Städten und Gemeinden. In unserer Region wirken viele Kräfte engagiert zusammen, um für gerechtere und nachhaltigere Lebensbedingungen in anderen Teilen der Welt zu sorgen. Der Regionalverband ist wichtiger Teil dieser Bewegung, und ich finde, hier müssen wir engagiert weitermachen“, so Peter Gillo abschließend.