Übernahme von Elternbeiträgen für Kindertageseinrichtungen

Für die Betreuung in einer Kindertageseinrichtung werden Elternbeiträge fällig, die regional und/oder je nach Träger unterschiedlich hoch sind.

In unserem  Informationsblatt zur Kindertagesbetreuung finden Sie alle Vorraussetzungen, welche Unterlagen Sie benötigen und auf was Sie sonst bei der Beantragung achten müssen. Sie können auf unserer Seite direkt den  Antrag runterladen.

Auch bei geringem Einkommen der Eltern kann der Elternbeitrag für Kindertageseinrichtungen vom Jugendamt übernommen werden. Sollte die Notwendigkeit bestehen, dass Ihr Kind die Einrichtung über Mittag besucht und am Mittagessen teilnimmt, kann das Essensgeld abzüglich 1 € Eigenbeteiligung übernommen werden.

Wer hat Anspruch?

Beziehen Sie Arbeitslosengeld II (Hartz 4), Sozialhilfe oder Leistungen nach dem Asylbewerberleistungsgesetz, haben Sie grundsätzlich einen Anspruch auf Übernahme. Sollten Sie ein Einkommen beziehen, gibt es für den Anspruch auf Übernahme keine „Faustformel“. Wenn Sie ein geringes Einkommen erzielen und hohe Ausgaben im Rahmen einer wirtschaftlichen Lebensführung haben, könnten Sie ohne Weiteres einen Anspruch haben, der mit Hilfe einer Einkommensberechnung ermittelt wird.

Seit dem 01.08.2011 ist das letzte Kindergartenjahr nicht mehr beitragsfrei. Auch hierfür kann die Übernahme beantragt werden. Eine Einkommensberechnung wird dabei klären, ob die Übernahme des Regelbeitrages ganz, zur Hälfte oder gar nicht erfolgt.

Welche Unterlagen werden in Kopie zur Prüfung Ihres Anspruchs benötigt?

Grundsätzlich benötigen wir von Ihnen:

  • Bescheinigung der Einrichtung (mit Aufnahmetag, Höhe des Elternbeitrages und ggf. des Mittagessens)
  • Ausweis oder Pass / Aufenthaltstitel oder Freizügigkeitsbescheinigung / Geburtsurkunde des Kindes
  • Meldebescheinigung

Sollten Sie eine Maßnahme über die Agentur für Arbeit / das Jobcenter machen oder befinden Sie sich in Ausbildung / Studium, brauchen wir Nachweise über:

  • Immatrikulationsbescheinigung, Schulbescheinigung
  • Eingliederungsvereinbarung vom Jobcenter
  • Sprachkurs
  • Umschulung
  • Kinderbetreuungskosten

Wenn Sie im Bezug von Arbeitslosengeld II (Hartz 4), Sozialhilfe oder Leistungen nach dem Asylbewerberleistungsgesetz sind, dann benötigen wir außerdem von Ihnen:

  • Aktueller Bescheid

Wenn Sie Einkommen aus selbstständiger Arbeit, aus einem Angestelltenverhältnis, Ausbildungsverhältnis oder durch Rente erzielen, legen Sie bitte folgende Unterlagen vor:

Einkommen

  • Arbeitsvertrag, Gehaltszettel (möglichst der letzten 12 Monate mit Nachweis über Urlaubsgeld, Weihnachtsgeld und sonstigen Sonderzahlungen)
  • Einkommensteuerbescheid, Gewinn- und Verlustrechnung / Einnahmenüberschussrechnung bei Selbstständigen (möglichst vom Steuerberater)
  • Wohngeld- oder Lastenzuschussbescheid
  • Nachweis über Krankengeld, Elterngeld, Mutterschaftsgeld
  • BAföG-Bescheid, BAB-Bescheid, Stipendium
  • Rentenbescheid
  • Nachweise über Unterhaltszahlungen (Bankauszüge mindestens der letzten 3 Monate

Kosten der Unterkunft

  • Nachweise über die Kosten der Unterkunft (Mietvertrag und Nebenkosten ohne Strom)
  • Einkünfte aus Vermietung oder Verpachtung (entsprechender Mietvertrag)
  • Nachweis über Wohnungseigentum (Jahreskontoauszug der Darlehenszinsen, Straßenreinigung, Müllgebühren, Heizung, Wasser- und Abwasserbescheid, Grundsteuerbescheid, Wohngebäudeversicherung, Schornsteinfeger, Größenangabe der selbst genutzten Wohnungfläche)

Besondere Belastungen

  • Nachweise über Unterhaltszahlungen (Bankauszüge mindestens der letzten 3 Monate)
  • Nachweise über Darlehen oder sonstige Schulden (Darlehensvertrag) mit Kaufvertrag / Verwendungszweck
  • Nachweise über Versicherungen (Versicherungspolice oder –urkunde) für Hausrat, Haftpflicht, Altersvorsorge, Berufsunfähigkeit, Risikoleben, private Kranken- und Pflegeversicherung (keine Zusatzversicherung!)

Die Bearbeitung des Antrages ist nur möglich, wenn ALLE Unterlagen vollständig
vorliegen!