Neue Förderschule Geistige Entwicklung in Großrosseln-Emmersweiler

Regionalversammlung beschließt Umbau eines ehemaligen Schulgebäudes

Foto: Sabine Waschbüsch

Die Regionalversammlung hat in ihrer jüngsten Sitzung die Errichtung einer neuen Förderschule Geistige Entwicklung in Großrosseln-Emmersweiler beschlossen. Diese soll im ehemaligen Schulgebäude der Außenstelle der Graf-Ludwig-Gemeinschaftsschule Warndt entstehen und 45 bis 60 Schülerinnen und Schülern Platz bieten. Regionalverbandsdirektor Peter Gillo: „Die Förderschule Geistige Entwicklung in Dudweiler ist seit Jahren überbelegt. Dies gilt auch für die Förderschule in Heusweiler einschließlich der Außenstelle in Saarbrücken. Um dort eine sofortige Abhilfe zu schaffen, wird als Übergangslösung eine Außenklasse an der Gemeinschaftsschule Heusweiler eingerichtet. Ich bin froh, dass mit der geplanten Einrichtung einer Förderschule Geistige Entwicklung in Emmersweiler eine zufriedenstellende Lösung gefunden wurde.“ Das Planungskonzept orientiert sich am Umbau der ehemaligen Realschule Heusweiler zu einer Förderschule Geistige Entwicklung - die jetzige Friedrich-Joachim-Stengel-Schule. Die reinen Baukosten werden in Anlehnung an die dort erbrachten Umbauten mit rund 1,45 Millionen Euro zuzüglich Baunebenkosten ermittelt. Im Entwurf des Haushaltes 2018 des Regionalverbands Saarbrücken sind bereits 395.000 Euro für Planungskosten und eventuelle erste Maßnahmen eingestellt. Bürgermeister der Gemeinde Großrosseln, Jörg Dreistadt: „Für die Gemeinde Großrosseln ist das eine sehr gute Nachricht. Die Nutzung des Schulgebäudes als Förderschule wird sich auch sehr positiv auf die Entwicklung des Ortsteiles Emmersweiler auswirken. Die Gefahr des Leerstandes ist damit abgewendet“. Der Beschluss des Regionalverbands muss im nächsten Schritt vom Bildungsministerium abgesegnet werden.

Beim derzeitigen Schulkomplex handelt es sich um ein dreigeschossiges Hauptgebäude aus den 60er Jahren. Im Erd- sowie im Obergeschoss sind Klassenräume und Verwaltung, im Kellergeschoss Technik, Werkräume und Lehrküche untergebracht. In dem zweigeschossigen, nichtunterkellerten Nebengebäude, das Mitte der 90er errichtet wurde, befinden sich momentan vier Klassenräume. Das Planungskonzept sieht vor, einen Aufzug einzubauen, so dass alle drei Geschosse barrierefrei erreichbar sind. Die Klassenräume sollen größtmöglich belassen werden, um mehr Flexibilität für wechselnde Anforderungen vorzuhalten. Es sind acht Klassenräume mit circa 60 qm realisierbar. Drei weitere Räume mit 20 bis 30 qm können als kleinere Klassenräume oder als Differenzierungsräume genutzt werden. Zwischen den Unterrichtsräumen sollen Verbindungstüren eingebaut werden. Zusätzlich ist ein Therapieraum für psychomotorische Anwendungen mit 40 qm geplant. In jeder Etage sind Schüler-WCs und ein barrierefreies WC sowie im Erdgeschoss ein zusätzliches Pflegebad vorgesehen. Im Erdgeschoss des Nebengebäudes soll ein Speiseraum mit Ausgabeküche und Nebenräumen entstehen. Der Verwaltungstrakt bleibt wie bisher im Obergeschoss des Hauptgebäudes. Im Untergeschoss werden kleinere Umstrukturierungen vorgenommen. Dazu zählt unter anderem die Gestaltung von barrierefreien Notausgängen unter Anpassung des Außengeländes. Dieses soll einen Anbau für Spielgeräte erhalten.