Bildung und Teilhabe

Das „Bildungs- und Teilhabepaket“ eröffnet seit 2011 Kindern und Jugendlichen aus bedürftigen Familien neue Chancen. Gefördert werden können Schul- und Kita-Ausflüge, der Schulbedarf, die Beförderung zur Schule, notwendige Lernförderung, eine Mittagsverpflegung und die Teilnahme am sozialen und kulturellen Leben in der Gemeinschaft.

Der Gesetzgeber hat für Kinder, deren Familien Arbeitslosengeld II, Wohngeld oder Kinderzuschlag beziehen, Leistungen für Bildung und Teilhabe eingeführt.

Informationen und Formulare erhalten Sie:

  • beim Jugendamt für den Bereich Mittagessen in Schule und Vorschule
  • Beim Jobcenter Saarbrücken für alle anderen Leistungen

Eintägige Schul- und Kita-Ausflüge und mehrtägige Klassenfahrten

Übernommen werden die Kosten für Schulausflüge und mehrtägige Klassenfahrten, allerdings ohne Taschengeld. Voraussetzung ist, dass es sich um eine von der Schule organisierte Klassenfahrt handelt. Dies ist durch eine Bescheinigung der Schule zu belegen.

Das Gleiche gilt für Ausflüge von Kindertageseinrichtungen. Die Leistungen werden auf vorherigen Antrag erbracht und direkt mit der Schule oder Einrichtung abgerechnet.

Für einkommensschwache Familien besteht zusätzlich zu den über das Bildungs- und Teilhabepaket bezuschussten Kita- und Schulfreizeiten auch die Möglichkeit, für Freizeitmaßnahmen des Jugendamts oder freier Träger einen Antrag auf Übernahme bzw. Bezuschussung des Teilnahmebeitrages zu stellen.

Weitere Informationen hierzu gibt es unter dem Punkt "Freizeiten und Ferienangebote".

Schulbedarf

Für die Ausstattung mit persönlichem Schulbedarf wie zum Beispiel Ranzen, Sportbekleidung, Schreib-, Rechen und Zeichenmaterial, erhalten Schülerinnen und Schüler 70 Euro zum 1. August und 30 Euro zum 1. Februar eines jeden Jahres.

Ein Antrag dafür ist grundsätzlich nicht erforderlich, weil diese Leistung vom Jobcenter automatisch ausgezahlt wird. In Zweifelsfällen, wie zum Beispiel im Jahr der Einschulung oder bei Schülern, die nicht mehr der Schulpflicht unterliegen, bitten wir Sie um Vorlage einer Schulbescheinigung.

Schülerbeförderung

Manche Schülerinnen und Schüler sind für den Besuch der nächstgelegenen Schule auf Schülerbeförderung mit dem Bus oder der Bahn angewiesen. Eine Übernahme dieser Kosten ist nur anteilig möglich, weil die Regelleistungen bereits einen Anteil für Kosten der Beförderung enthalten.

Die Leistungen werden auf vorherigen Antrag erbracht. In anderen Schulformen besteht ein Anspruch nach dem Saarländischen Schülerbeförderungsgesetz. Hierzu wenden Sie sich bitte an das für Sie zuständige Schulverwaltungsamt. Auch die Schulen halten entsprechende Anträge nach dem Schülerbeförderungsgesetz vor.

Lernförderung

Für Schülerinnen und Schüler wird eine ergänzende Lernförderung bezahlt, wenn sie notwendig ist, um das Klassenziel (in der Regel die Versetzung in die nächste Klassenstufe) zu erreichen. Dabei darf die Ursache nicht selbstverschuldet sein, wie zum Beispiel durch unentschuldigtes Fehlen. Die Leistung wird nur auf Antrag erbracht und direkt mit dem Leistungsanbieter abgerechnet.

Vorrangig ist jedoch auf schulische Unterstützungsangebote, wie zum Beispiel Förderunterricht, zurückzugreifen. In Einzelfällen kann auch eine Hilfestellung im Rahmen der freiwilligen Ganztagsschule geeignet sein, um die Probleme mit dem Lernen zu beheben.

Mittagsverpflegung

Für Schülerinnen und Schüler, für die ein Mittagessen an der Schule angeboten wird, werden die entstehenden Mehraufwendungen (das heißt: die Kosten abzüglich eines Eigenanteils von 1 Euro je Essen) übernommen und direkt mit dem Leistungsanbieter abgerechnet.

Gleiches gilt für Kinder, die eine Kindertageseinrichtung besuchen oder für die Kindertagespflege geleistet wird. Hinsichtlich der Übernahme der Kosten für das Mittagessen oder den Elternbeitrag ist eine Kostenübernahme durch das Jugendamt des Regionalverbandes möglich. Dort erhalten sie auch die Anträge der Leistungen für Bildung und Teilhabe

Gesellschaftliche Teilhabe

Bei Leistungsberechtigten bis zur Vollendung des 18. Lebensjahres wird ein Bedarf zur Teilhabe am sozialen und kulturellen Leben in der Gemeinschaft berücksichtigt für

  • Mitgliedsbeiträge in den Bereichen Sport, Spiel, Kultur und Geselligkeit,
  • Unterricht in künstlerischen Fächern, wie zum Beispiel Musikunterricht, vergleichbare angeleitete Aktivitäten und kultureller Bildung und
  • die Teilnahme an Freizeiten

Allerdings sind die übernahmefähigen Kosten auf 10 Euro im Monat begrenzt. Die Leistung wird nur auf Antrag erbracht und direkt mit dem Anbieter (z.B. Verein) abgerechnet.