Rund 8.000 Menschen im Regionalverband von der Alterskrankheit betroffen
Etwa 8.000 Menschen im Regionalverband sind nach Expertenschätzungen an Demenz erkrankt. Aufgrund der demografischen Entwicklung wird diese Zahl, wie in anderen Regionen mit alternder Bevölkerung, in den nächsten zehn Jahren deutlich ansteigen. Diese Entwicklung stellt gerade die kommunale Seite,so Regionalverbandsdirektor Peter Gillo, vor große Herausforderungen.
Gillo weiter: „Um dem mit einer wirksamen Zukunftsstrategie begegnen zu können, reicht es nicht aus, nur mehr Plätze in Heimen anzubieten. Zusätzlich ist Umdenken gefordert: Wir müssen Demenz als einen normalen Teil des Alterns begreifen und alles tun, den Betroffenen ein weitgehend selbstbestimmtes Leben zu ermöglichen. Ideen und Modelle dazu gibt es heute schon viele. Und es gibt auch durchaus Möglichkeiten, die pflegenden Angehörigen, die heute die Hauptlast tragen, bei dieser Aufgabe zu entlasten.“
Die soziale Infrastruktur müsse an diese neuen Anforderungen angepasst und damit einhergehend das Hilfs- und Pflegeangebot ausgebaut werden. Die Schaffung neuer Wohnformen verbunden mit regionalen Angeboten zur stärkeren Selbstorganisation älterer Menschen seien Beispiele für solche Herausforderungen.
Der Regionalverbandsdirektor: „Einen wichtigen Beitrag dazu leisten heute schon die drei Pflegestützpunkte im Regionalverband. Sie bieten behinderten, älteren oder pflegebedürftigen Menschen und deren Angehörigen umfängliche Hilfen aus `einer Hand´ an. Begleitend dazu hat der Regionalverband Saarbrücken auch den `Runden Tisch Demenz´ initiiert, der alle zwei Jahre das Demenz-Forum veranstaltet. Dabei informieren Fachleute und Organisationen - das nächste Mal am 23. Mai 2012 im Saarbrücker Schloss - eine breite Öffentlichkeit umfassend über das Thema Demenz.“