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Schoolworker
Der Regionalverband stellt sich dem wachsenden Bedarf von
Schulsozialarbeit an Schulen
Der Alltag an Schulen hat sich in den letzten 15 Jahren für SchülerInnen und
Lehrkräfte stark verändert.


Schoolworker 1
Der Auftrag von Schulen hat sich vom einstigen Focus auf
Bildung in Richtung Erziehung bewegt. Aufgrund vielfältiger gesellschaftlicher
Entwicklungen ist Schule mehr und mehr zur Lebenswelt von Kindern und
Jugendlichen geworden. Hieraus sind unterschiedliche Herausforderungen sowohl
für das Bildungssystem als auch die Jugendhilfe erwachsen.
Diesen Herausforderungen trägt der Regionalverband durch den Einsatz von
Schulsozi-alarbeitern und Schoolworkern Rechnung. Im Jahr 2001 hat der
Regionalverband an insgesamt 7 Erweiterten Realschulen und 4 Gesamtschulen
School`s-in Projekte installiert. Jeweils eine Vollzeitstelle Schulsozialarbeit pro
Schule und Personal für die Nachmit-tagsbetreuung wurden hier modellhaft über
die öffentliche Jugendhilfe ins Leben gerufen.


Schoolworker 2




Mit dem Schuljahr 2007 / 2008 gingen vier Vollzeitstellen Schoolworker,
kofinanziert über das Landsprogramm Schoolworker, an insgesamt 6 Erweiterten
Realschulen, 4 Förderschulen und einer Gesamtschule ans Netz.
Zum Februar 2009 hat der Regionalverband dem Bedarf an Grundschulen und
damit seiner pädagogisch präventiven Maxime folgegeleistet. Es wurden 2,95
Stellen Schulsozialarbeit, verteilt auf 8 Grundschulen, etabliert. Nachdem das Land
sein Schoolworkerprogramm auch auf Grundschulen ausgedehnt hat, konnten im
Regionalverband zum Schuljahr 2010 / 2011 weitere 4,5 Stellen, kofinanziert über
das Land, an weiteren 12 Grundschulen eingesetzt werden.
Darüber hinaus finanziert der Regionalverband seit 2010 aus Eigenmitteln
zusätzlich Schulsozialarbeit im Umfang einer 1/3 Stelle an einer weiteren
Grundschule und im Umfang einer Halbtagsstelle an der Staatlichen Schule für
soziale Entwicklung in Saarbrücken.

Insgesamt stellt der Regionalverband im Haushaltsjahr 2010 für die
Schulsozialarbeit an Schulen 1.035.761,00€ an Mitteln ein, davon 195.750,00 € an
Grundschulen.

Hinsichtlich des übergreifenden Gesamtzieles, der Verbesserung von Lebens-,
Entwicklungs- und Bildungsbedingungen von Kindern und Jugendlichen, müssen
sich Schule und Jugendhilfe ergänzen.

Schulsozialarbeit und Schoolworking fördert in enger Kooperation mit Lehrkräften
das Erlernen persönlicher und sozialer Kompetenzen der SchülerInnen. Neben
Konflikt- und Kommunikationsfähigkeit, Teamarbeit und Kritikfähigkeit werden
soziale Kompetenztrainings zu Verlässlichkeit, Verantwortungsübernahme und
Einfühlungsvermögen durchgeführt. Gleichzeitig macht Schulsozialarbeit und
Schoolworking ressourcenorientierte Angebote für SchülerInnen zur Vermeidung
von Ausgrenzung und Schulversagen.

Eltern werden Angebote zur Stärkung des Familiensystems gemacht, Lehrern
werden pädagogisch praktikable Methoden sowie Lösungswege im Umgang mit
auffälligen SchülerInnen angeboten.

Schulsozialarbeiter und Schoolworker beraten SchülerInnen, Eltern und Lehrer in
der Bewältigung der alltäglichen Probleme. Sie bieten präventive Angebote in Form
von Gruppenarbeit an und vermitteln zwischen Schule, Elternhaus, Gemeinwesen,
sozialen Dienstleistern und der öffentlichen Jugendhilfe. Dabei realisiert die
Schulsozialarbeit / Schoolworking Arbeitsansätze und Methoden der Jugendhilfe in
und im Umfeld der Schule, was von der Institution Schule selbst bei einem
weiterentwickelten Verständnis von Schule und Schulleben nicht alleine
bewerkstelligt werden kann.

Als Erfolgsbilanz der Kooperation von Jugendhilfe und Schule in den letzten Jahren
lässt sich ziehen:
Lehrkräfte erleben sozialpädagogische Arbeit als Bereicherung für den Schulalltag
und deutliche Entlastung. SchülerInnen fühlen sich ernst genommen in ihren
Anliegen und nehmen das Angebot von Schulsozialarbeit mittlerweile
selbstverständlich in Anspruch. Für die Eltern ist das Beratungsangebot schneller
und mit weniger Überwindung erreichbar als externe Angebote. Für die öffentliche
Jugendhilfe lassen sich im Vorfeld viele Problemlagen klären.
Insgesamt also ein Grund zum Optimismus und Beweis dafür, dass Schule und
Jugendhilfe im Miteinander den richtigen Weg eingeschlagen haben.
 

Regionalverband Saarbrücken
erstellt am 02.11.2010

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