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Die "Neue Schule" auf den Weg gebracht |
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Der Stadtverband Saarbrücken gibt seinen Schulen mehr Selbständigkeit.
Der Stadtverbandstag hat am 28.11.2002 einstimmig eine Rahmenvereinbarung
"Neue Schule" beschlossen. Mit dieser Vereinbarung überträgt der Stadtverband
Saarbrücken – mit rund 90 Schulen Südwestdeutschlands größter Schulträger -
seinen Schulen mehr Selbständigkeit. In Einzelvereinbarungen soll den
unterschiedlichen Schulformen und Schulstandorten Rechnung getragen
werden.
| Dazu unterschrieben die Stadtverbandsbeigeordneten Elfriede Nikodemus und
Josef Dörr mit den Rektoren Theo Graff, Bernhard Lehnert und Sibylle Weber-
Pohl von den technisch-gewerblichen Berufsbildungszentren Sulzbach und
Mügelsberg I & II sowie Michael Ney, Rektor der Wirtschaftsschulen
Saarbrücken, die Vereinbarung "Neue Schule". Die Schulleiter sind davon
überzeugt, dass sich durch die Verlagerung der Verantwortung in die Schulen
neue Möglichkeiten von Einsparungen auftun, auch wenn die Mittel knapp sind.
Im Rahmen eines Modellprojektes überträgt der Stadtverband Saarbrücken den
genannten Schulen mehr Verantwortung und Autonomie. Die Laufzeit des
Projektes ist bis Ende 2004 terminiert. Der Stadtverband knüpft dabei an frühere
Bestrebungen an, den Schulen mehr Eigenständigkeit zu gewähren.
Der Eigenbetrieb Gebäude- und Betriebsmanagement Schulen (GBS) des
Stadtverbandes Saarbrücken gibt den Schulen ein Gesamtbudget, über das sie
frei verfügen können. Die Personalkosten für Hausmeister und Sekretariatskräfte
und die Haushaltsmittel für große Baumaßnahmen werden dabei weiter vom
Schulträger direkt verwaltet. Der GBS begleitet diesen Prozess mit seinen
qualifizierten Mitarbeitern als Berater und Dienstleister weiter.
Von ihrem Budget stellen die Schulen 5 % als sogenannte Sicherheitsrücklage
für unvorhergesehene Maßnahmen zur Verfügung. Einsparungen über diese
Rücklage hinaus, stehen der Schule zur freien Verfügung, d. h. die Schule kann
so eigene Prioritäten setzen und ein eigenes Profil gewinnen; was z. B. an
Energie eingespart wird, kann für Lehrmittel eingesetzt werden oder in den
Haushalt des nächsten Jahres mitgenommen werden.
Dort wo Ausschreibungen vorgeschrieben sind, können diese nur vom
Schulleiter, einem Lehrer des Kollegiums mit entsprechenden Kenntnissen oder
wie bisher dem GBS durchgeführt werden. "Wir wollen den Schulen soviel
Autonomie wie möglich geben, ohne sie aber allein zu lassen", so die
Beigeordnete Elfriede Nikodemus, die auch Werkleiterin des Eigenbetriebs
Gebäude- und Betriebsmanagement Schulen ist.
Angestoßen und begleitet wurde der Prozess, der zu den Vereinbarungen
geführt hat, von dem Beigeordneten Josef Dörr. Er ist davon überzeugt, dass die
selbständige Schule, die die vorhandenen Mittel effektiver einsetzt, die bessere
Schule ist. "Schulen, die auf Freiheit, Flexibilität und Verantwortungsbewusstsein
vorbereiten sollen, brauchen selbst Freiheit und Flexibilität", so Josef Dörr.
Der Stadtverband erarbeitet zur Zeit gemeinsam mit dem Marie-Luise-Kaschnitz-
Gymnasium in Völklingen, der Erweiterten Realschule Heusweiler, der Schule
für Geistigbehinderte in Dudweiler und der Schule für Lernbehinderte in
Altenkessel, weitere Einzelvereinbarungen, die kurz vor ihrer Unterzeichnung
stehen.
Die Stadtverbandsbeigeordneten Elfriede Nikodemus und Josef Dörr betonen
abschließend, dass man den Schulen bei ihrer schwierigen Arbeit auch
Vertrauen entgegen bringen muss. Dies tut der Stadtverband Saarbrücken als
Schulträger mit der Vereinbarung "Neue Schule" und hofft damit, ein Zeichen
gesetzt zu haben, auch für das Land in seiner Zuständigkeit für den
Bildungsbereich.
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Regionalverband Saarbrücken
erstellt am 19.02.2003
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