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"Ich will mehr als nur rückhaltlose Aufklärung" |
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Stadtverbandspräsident zieht personelle Konsequenzen – Hochkarätige
Kommission wird eingesetzt
Stadtverbandspräsident Michael Burkert nimmt Stellung zu den Saarbrücker
Fällen von Kindesmissbrauch:
Jeden Tag neue Details, jeden Tag neue politische Statements von allen
Parteien, jeden Tag neue Schlagzeilen zum Saarbrücker Kinderschänderfall.
Zweifellos ist dies der schwierigste Fall, mit dem sich das Jugendamt des
Stadtverbandes je befassen musste.
| Der Stadtverband arbeitet unermüdlich an der rückhaltlosen und vollständigen
internen Aufklärung dieses erschütternden Falles. Wichtig dabei ist, trotz
enormen Zeitdrucks gründlich, intensiv und verantwortungsbewusst vorzugehen.
Politische Schnellschüsse und medienwirksame gegenseitige
Schuldzuweisungen dienen der Aufklärung nicht. Kindesmissbrauch darf kein
Forum für politische Spielchen sein.
Folgende Konsequenzen habe ich als erste Schritte beschlossen:
1.: Die Amtsleitung und eine Abteilungsleitung des Jugendamtes übernehmen
neue Aufgabengebiete in der Verwaltung. Ich tue diese Schritte, um ein Signal
für die Glaubwürdigkeit des Jugendamtes zu setzen. Die Glaubwürdigkeit hat
zweifellos – unabhängig von den einzelnen Betrachtungsweisen – gelitten. Ich
will, dass das Vertrauen in das Jugendamt wiederhergestellt wird. Ich möchte mit
dieser Maßnahme aber auch den immensen Druck von der bisherigen
Amtsleitung nehmen, die eine engagierte und anerkannte Arbeit in der
Jugendhilfe geleistet hat. Zusammen mit dem Ersten
Stadtverbandsbeigeordneten, Dr. Kurt Wahrheit, habe ich die Angelegenheit zur
Chefsache gemacht, und dies wird sie auch noch mindestens bis zum Ende des
Jahres bleiben. Ich versichere Ihnen, wir tun alles mögliche, um die
Aufklärungsarbeit voranzubringen. Die betroffene Mitarbeiterin aus dem
Jugendamt wird von ihren Aufgaben entbunden . Ich wünsche mir keine
weiteren personellen Konsequenzen, aber ich kann sie nicht ausschließen.
2.: Ich werde eine Expertenkommission ,,Kinderschutz und Kinderzukunft"
einsetzen, die uns wesentlich bei der Aufarbeitung unterstützen soll. Diese
Kommission wird Vorschläge erarbeiten, wie man zukünftig den Kinder- und
Jugendschutz verbessern kann. Der Kommission gehören hochkarätige
Experten an. Wichtig war mir bei der Zusammensetzung des Gremiums, dass es
parteiübergreifend ist und saarländische sowie bundesweite Fachleute darin
vertreten sind.
Die Kommission soll gründlich, besonnen und offen die Aufdeckung der Fälle
von Kindesmissbrauch bewerten. Auf Grundlage der Kommissionsarbeit sollen
Maßnahmen und Vorschläge entwickelt werden, die den Schutz der Kinder vor
Vernachlässigung und Missbrauch in Zukunft verbessern. Hierbei werden wir
unsere Ebene mit den Ebenen des Landes und des Bundes verzahnen, damit
die jeweiligen Zuständigkeiten effektiv aufeinander abgestimmt werden können.
Die Ergebnisse der Kommissionsarbeit sollen bis spätestens Herbst dieses
Jahres vorliegen. Zwischenberichte werden den Gremien des Stadtverbandes
und der Öffentlichkeit präsentiert.
Der Kommission werden angehören:
* Prof. Dr. jur. Christine Langenfeld, Georg-August-Universität, Göttingen
* Pfarrer Udo Blank, Leiter des Diakonischen Werkes an der Saar
* Prof. Dr. Günter Deegener, Homburg, Vorsitzender des Kinderschutzbundes
Saarland
* Prof. Dr. Dieter Filsinger, Rektor der Katholischen Hochschule für Soziale
Arbeit,
Saarbrücken
- Thomas Mörsberger, Vorsitzender des Deutschen Instituts für Jugendhilfe und
Familienrecht, Heidelberg,
- ein Beauftragter des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und
Jugend
Weitere Einladungen ergehen an:
* die Ministerin für Frauen, Arbeit, Gesundheit und Soziales des Saarlandes,
Dr. Regina Görner
* den Leiter der Landespolizeidirektion Saarland, Paul Haben
3.: Der Stadtverband stockt die Zuschüsse für ,,NELE" - Beratungsstelle gegen
sexuelle Ausbeutung von Mädchen sowie den Kinderschutzbund deutlich auf.
Diese Hilfsorganisationen erhalten sofort insgesamt 25.000 Euro mehr.
Wir wollen viel mehr als nur intensive Aufklärungsarbeit leisten! Wir wollen
Konzepte für einen effektiven und innovativen Kinderschutz entwerfen, die
bundesweit Modell-Charakter haben. Mein Ziel: Das Saarland soll Vorzeigeland
in Sachen Kinder- und Jugendschutz werden!
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Regionalverband Saarbrücken
erstellt am 13.03.2003
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TOURISMUSSTRATEGIE Region Saarbrücken 2020 |
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Saarbrücker Schloss als 3-D-Animation |
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