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Besuch des EU-Kommissars für Mehrsprachigkeit beim Verein "Zukunft SaarMoselle Avenir" |
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Leonard Orban, EU-Kommissar für Mehrsprachigkeit, informierte sich im Rahmen seines Besuchs bei der Landeshauptstadt Saarbrücken am 12.11.2007 über die Projekte "Eurodistrikt" und "Metropole Saarbrücken-Moselle Est", insbesondere über die Vorhaben des Vereins Zukunft SaarMoselle Avenir zur Förderung der Zweisprachigkeit.
| Elfriede Nikodemus, Stadtverbandsbeigeordnete, und Céleste Lett, Bürgermeister von Sarreguemines und Präsident des Vereins „Zukunft SaarMoselle Avenir, begrüßten EU-Kommissar Leonard Orban im Kreise der Vorstandsmitglieder des grenzüberschreitenden kommunalen Vereins „Zukunft SaarMoselle Avenir“ im Saarbrücker Schloss. Herr Orban und sein stellvertretender Kabinettschef Jochen Richter besuchten auf Einladung und in Begleitung von Herrn Jo Leinen, Mitglied des Europaparlamentes, das Saarland.
Charlotte Britz, Oberbürgermeisterin der Landeshauptstadt Saarbrücken und Vizepräsidentin des Vereins Zukunft SaarMoselle Avenir, erinnerte an die Anfänge der grenzüberschreitenden Zusammenarbeit, die Entstehung und die Aktivitäten des Vereins „Zukunft SaarMoselle Avenir“ (bekannt sind u.a. der Museumspass „Ticket 2007, das Warndt-Weekend und die Vélo SaarMoselel). Anschließend stellte sie den Gästen das im EU-Programm Interreg IIIA geförderte Projekt „Eurodistrikt Saarbrücken-Moselle Est“ vor.
Mit dem Eurodistrikt-Projekt möchten die Partner in der Agglomeration die Organisationsstruktur der Zusammenarbeit in ihrem Raum verbessern und dauerhaft verankern. Partner im Eurodistrikt-Projekt sind derzeit der Stadtverband Saarbrücken und die französischen Gemeindeverbände Forbach, Freyming-Merlebach und Sarreguemines, der künftige Eurodistrikt soll aber weiteren Partnern offen stehen, mit denen man z.T. bereits jetzt auf bilateraler Ebene oder im Rahmen des Metropol-Projektes zusammenarbeitet. Unter anderem wird derzeit geprüft, welche Rechtsform am besten geeignet ist, die Vereinsstruktur abzulösen und die in der Zukunftsvision „Leitbild“ definierte gemeinsame Entwicklung effizienter zu begleiten. In Frage käme beispielsweise die Organisation in einem grenzüberschreitenden örtlichen Zweckverband (GÖZ) oder einem Europäischen Verbund für territoriale Zusammenarbeit (EVTZ).
Das „Leitbild“, dessen Entwurf bereits von einem Gutachterbüro in Zusammenarbeit mit einer Arbeitsgruppe aus Fachleuten entwickelt wurde, ist ein zukunftsweisendes Dokument, das den Rahmen für die Entwicklung in der Agglomeration vorgibt und in Kürze den politisch Verantwortlichen, den regionalen Akteuren sowie der Bevölkerung im Rahmen eines Beteiligungsverfahrens vorgelegt werden soll.
Präsident Céleste Lett stellte im Anschluss das Projekt „Metropole Saarbrücken-Moselle Est“ vor, das eng mit dem Eurodistrikt-Projekt zusammenhängt. Das Metropol-Projekt, das vom französischen Staat durch die Planungsbehörde DIACT und durch das Saarland unterstützt wird, erleichtert die Umsetzung von Projekten zur Verbesserung der Integration des Raumes Saarbrücken-Moselle Est und insbesondere seiner Ausstrahlung auf nationaler und europäischer Ebene. Diese Projekte dienen ebenfalls dazu, die im „Leitbild“ dargestellten Ziele zu erreichen.
Dank der Anerkennung als „Metropole wurde der Raum Saarbrücken-Moselle Est in die Verhandlungen zum lothringischen Projektvertrag Staat-Region 2007-2013 und zum europäischen operationellen Programm „ Wettbewerbsfähigkeit und Beschäftigung“ für Lothringen 2007-2013 einbezogen.
In den Bereichen Verkehr, Gesundheit, Innovation und Forschung, Hochschulbildung und Zweisprachigkeit, Imageförderung sowie Kultur und Tourismus wurden Expertengruppen gebildet und Projektvorschläge erarbeitet. Eine erste Projektreihe wurde auf politischer Ebene durch den Lenkungsausschuss des Metropolprojektes und den Vorstand des Vereins Zukunft SaarMoselle Avenir gebilligt und wurde bei der lothringischen Präfektur eingereicht.
Im Anschluss an die allgemeinen Projektpräsentationen informierten die Vertreter des Vereins Zukunft SaarMoselle Avenir den EU-Kommissar über ihre Aktivitäten zur Förderung der Zweisprachigkeit.
Ein Projekt im Rahmen des Eurodistriktes zielt darauf ab, in den Einrichtungen für Kleinkinder pädagogische Projekte auf bikultureller und/oder zweisprachiger Ebene zu fördern. Es soll den verschiedenen Akteuren im Kleinkinderbereich beiderseits der Grenze ermöglichen, sich besser kennen zu lernen, sich über die jeweilige Praxis und persönliche Erfahrungen auszutauschen oder die Entwicklung und die Rahmenbedingungen in ihrem jeweiligen Tätigkeitsfeld zu erläutern. Längerfristig soll es die Verbreitung zweisprachiger Schulen unterstützen und ihren Bestand festigen.
Eine weitere Initiative besteht darin, integrierte Studiengänge für Ausbildungsgänge wie BTS / IUT, die das Abitur voraussetzen, in Deutschland aber nicht als Hochschulausbildungen angesehen werden, einzurichten, und damit die französischen Bildungseinrichtungen mit den Fachhochschulen und Berufsakademien in Deutschland zu verbinden.
Der Kommissar betonte die Bedeutung der Mehrsprachigkeit im heutigen Europa, besonders in Grenzräumem wie dem unsrigen. Herr Orban hatte zuvor Gelegenheit, zweisprachige Kindergärten auf dem Gebiet der Landeshauptstadt zu besuchen. Wolfgang Bufe, Vorsitzender des Vereins zur Förderung der Zweisprachigkeit, und der stellvertretende Vorsitzende Heiner Bleckmann nahmen ebenfalls an der Veranstaltung teil.
Nähere Informationen erhalten Sie im Kooperationsbüro des Vereins „Zukunft SaarMoselle Avenir unter 0681/506-6162 oder johanna.fischer@svsbr.de.
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Regionalverband Saarbrücken
erstellt am 13.11.2007
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TOURISMUSSTRATEGIE Region Saarbrücken 2020 |
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Saarbrücker Schloss als 3-D-Animation |
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