|
30.01.2005
Schulen für Asien - die Fluthilfe-Aktion des Stadtverbandes Saarbrücken

„Schulen für Asien“
Als die Tsunami-Flutwelle über große Teile Asiens fegte und eine Spur der Zerstörung hinterließ, war die Hilfsbereitschaft im Stadtverband Saarbrücken wie überall in Deutschland riesengroß. Auch der Stadtverband hat seine Hilfe angeboten, um insbesondere Kindern in den betroffenen Regionen langfristig zu helfen. Denn nach Schätzungen der UNICEF ist mindestens jedes dritte Opfer der Flutkatastrophe in Südasien ein Kind. Zahllose Kinder haben ihre Eltern verloren, Hunderttausende sind obdachlos.
So sah es Stadtverbandspräsident Michael Burkert als absolut notwendig an, parallel zur akuten Nothilfe rasch und vor allem nachhaltig mit dem Wiederaufbau zu beginnen. So rief er die Aktion „Schulen für Asien“ ins Leben, mit der der Stadtverband Saarbrücken als einer der größten Schulträger Süddeutschlands beim Wiederaufbau von Schulen und Kinderheimen helfen will. Die Schulleiter haben diese Idee begeistert aufgenommen, schließlich hatten viele Schülerinnen und Schüler gleich nach Schulbeginn im Januar nachgefragt, wie man den Opfern der Katastrophe helfen könne. Auch die Vorsitzenden aller Fraktionen im Stadtverbandstag sagten sogleich ihre Unterstützung zu.
So erging der Aufruf an die Schulen und Jugendzentren des Stadtverbandes, sich mit kreativen Aktionen an dem Projekt zu beteiligen. Um die gesammelten Gelder sinnvoll einzusetzen, suchte der Stadtverband sich mit Hilfe des Bundes, des Landes aber auch durch private Kontakte Partner, um konkrete Hilfsprojekte zu unterstützen. Über 30.000 Euro an Spenden sind bisher eingegangen. Viele Schulen haben sich beteiligt, wovon die Erweiterte Realschule Sulzbach mit 8.000 €, die Grundschule Friedrichsthal mit 2.500 €, die Gesamtschule Sulzbachtal mit 1.850 €, das Deutsch-Französische Gymnasium Saarbrücken mit 1.405 €, die Erweiterte Realschule Püttlingen mit 1.354 €, die ERS Kleinblittersdorf mit 1.220 € und das Warndt-Gymnasium Völklingen mit 960 € die bisher größten Einzelbeträge beigesteuert haben. Von dem Engagement der Schülerinnen und Schüler angetan, unterstützt auch die Sparkasse Saarbrücken die Spendenaktion.
Bei der Servicestelle kommunale Partnerschaftsinitiative beim Bundesministerium für Wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung wurde die Anfrage wegen der Größe des Stadtverbandes und der Signalwirkung für andere Landkreise mit Priorität behandelt. Als Partnerprojekt wurde dem Stadtverband die „Schule des Lebens“, ein Kinderdorf in Thailand vermittelt.
Die “Schule des Lebens – Chiang Mai” im Norden Thailands wurde vor anderthalb Jahren im Norden Thailands gegründet. Auf einer Farm wird AIDS-Waisen eine neue Heimat und schulische Bildung geboten. Ursprünglich durch die Internationalen Akademie für Innovative Pädagogik an der Freien Universität Berlin (INA) gegründet, befindet sich die Schule des Lebens heute in der Trägerschaft des gemeinnützigen Rural and Social Management Institute (RASMI) in Bangkok. Unmittelbar nach der Flutkatastrophe wurden von Mitarbeitern der Schule des Lebens zwei Dependancen im Katastrophengebiet von Phuket aufgebaut, während das Kinderdorf in Chiang Mai Flutwaisen aufnehmen wird, die den Wunsch geäußert haben, nicht mehr in der Nähe des Meeres leben zu wollen. Für diese werden zur Zeit ein Jungen- und ein Mädchenhaus errichtet, die mit den bisher gesammelten 30.000 Euro finanziert werden. Insgesamt werden die drei Schulen des Lebens bis zu 500 Waisenkinder aufnehmen können. Nähere Informationen hierzu gibt es auch im Internet unter der Adresse www.school-for-life.de.
Der Stadtverband steht mit den deutschen Partnern der Schule des Lebens in engem Kontakt. Es sind dies die INA, wo das pädagogische Konzept der Schulen entwickelt wird, sowie die Shaul und Hilde Robinsohn Stiftung, die in Deutschland die Spendenverwaltung übernommen hat.
Sie garantieren, dass der Einsatz der Gelder nachvollzogen werden kann und dass dokumentiert wird, was mit den gesammelten Geldern geschieht. Gerade für die Motivation der Schülerinnen und Schüler ist es wichtig, dass sie sich mit einem konkreten Projekt identifizieren können und von dort auch Rückmeldung erhalten.
Der Stadtverbandspräsident bedankte sich bei allen, die schon fleißig Spenden gesammelt haben. Die Aktion geht aber weiter und so richtet sich die Bitte an alle Lehrerinnen und Lehrer, Schülerinnen und Schüler, sowie deren Eltern an den Schulen des Stadtverbandes Saarbrücken, die Aktion „Schulen für Asien“ zu unterstützen. Um helfen zu können, ist der Stadtverband natürlich auch auf die Unterstützung der saarländischen Bürgerinnen und Bürger angewiesen. Michael Burkert: „Gemeinsam wollen wir unseren Beitrag leisten, den notleidenden Menschen in den Krisenregionen eine Zukunft zu geben.“
Weitere Informationen zur Aktion „Schulen für Asien“ gibt es beim Stadtverband Saarbrücken, Tel.: 0681/506-1303, E-Mail: asienhilfe@svsbr.de
Die Spenden-Adresse lautet:
Kontonummer 714 600, Sparkasse Saarbrücken, BLZ: 590 501 01, Kennwort: „Schulen für Asien“
mehr
|