Suchthilfe und Beratung

Sucht hat viele Gesichter: Alkohol, Tabak, Drogen, Medikamente, Glücksspiele, Online-Spiele, Sport, Essen... Die Suchtberatung ist der Ansprechpartner für Suchtgefährdete und süchtige Menschen, für Bezugspersonen sowie für Menschen, die Fragen zu Drogen und Süchten haben.

Sucht entwickelt sich in vielen kleinen Schritten: ausprobieren, hin und wieder tun, in bestimmten Situationen, sich daran gewöhnen, immer öfter tun, es nicht mehr lassen können.
Süchtig sein heißt, nicht mehr frei entscheiden können. Häufig bestimmt die Sucht das gesamte Leben des Betroffenen. Dabei ist es doch das Wunschziel (bereits) eines jedes Kindes und Jugendlichen Entscheidungen frei und selbst treffen zu können.

Die Sucht ist eine Erkrankung, welche zu einer beständigen Verschlechterung und Schädigung des Körpers, der Psyche und des sozialen Umfeldes führen kann. Die Suchtberatung bietet die Möglichkeit, in einem vertraulichen Rahmen Informationen einzuholen, über Persönliches zu sprechen und neue Perspektiven zu entwickeln.

Spezielle Beratungskonzepte

Weitergehende Infos und Flyer zu den verschiedenen Beratungskonzepten finden Sie unter "Kontakt, Links und weitere Informationen".

Realize it!

Realize it ist ein Beratungsprogramm für Jugendliche und junge Erwachsene (15 bis 35 Jahre), die ihren Konsum von Cannabis reduzieren oder einstellen wollen. Das Programm dauert etwa 12 Wochen. Es umfasst sechs Einzelberatungen. Unterstützt wird das Beratungsprogramm von einem Begleitbuch. Dieses enthält ein Konsumtagebuch und zahlreiche Informationen und Tipps, wie der eigene Cannabiskonsum reduziert oder eingestellt werden kann.

Themen der Beratung sind z. B.

  • individuelle Ziele
  • erkennen von Risikosituationen
  • entwickeln von persönlichen Kontrollstrategien                    
  • hervorheben der persönlichen Ressourcen und Stärken
  • Freizeitgestaltung
  • Aufbau „drogenfreier“ sozialer Kontakte

„ESCapade – Hilfe bei Gefährdung durch problematische Computernutzung“

Ein familienorientiertes Interventionsprogramm für Jugendliche (12 – 20 Jahren)

Das Programm gliedert sich in drei Module:

  • Persönliche Familienberatungen
    Teilnahmebereitschaft fördern, Vertrauen stärken
  • Familienseminartag
    Barrieren abbauen, Kommunikation stärken, Kompetenzen erwerben
  • Individuelle Familiengespräche
    Erworbenes einüben, Regeln erstellen

FreS – Frühintervention bei erstauffälligen Suchtmittelkonsumenten

FreS ist gedacht für junge Menschen, die möglicherweise am Beginn einer Suchtproblematik stehen. In dem Moment, in dem sie das erste Mal wegen ihres Substanzkonsums auffallen, bietet FreS eine Reflexionsmöglichkeit und motiviert zu einer Änderung des Konsumverhaltens.
Jugendliche erhalten die Möglichkeit, ihren Rauschmittelkonsum zu reflektieren und zu reduzieren. So vermeiden sie möglicherweise schlimmere Folgen ihres riskanten Konsums. Strafen wegen des Besitzes illegaler Drogen, Schwierigkeiten am Arbeitsplatz, nachlassende Leistungen in der Schule und manches andere können durch die Teilnahme an einem FreS-Kurs vermieden werden.

Weitere Beratungskonzepte:

S.T.A.R.-Rückfallprävention mit Alkoholabhängigen – Ein strukturiertes Trainingsprogramm

„Willst du auch keine“ – Kursprogramm für Jugendliche zur Tabakentwöhnung

„Ihrem Kind zuliebe – Null Zigaretten, Null Alkohol“ – Ein Beratungsangebot für Frauen in der Schwangerschaft.