Leistungen nach dem Asylbewerberleistungsgesetz

Was sind Leistungen nach dem Asylbewerberleistungsgesetz?

Asylbewerber und Ausländer mit Duldung können Leistungen nach dem Asylbewerberleistungsgesetz erhalten, sofern die eigenen Einkünfte nicht zur Bestreitung des eigenen Lebensunterhaltes ausreichend sind.

Wer kann Leistungen beantragen?

Leistungen nach dem Asylbewerberleistungsgesetz erhalten Ausländer, die sich in der Bundesrepublik Deutschland aufhalten und die

  • eine Aufenthaltsgestattung nach dem Asylverfahrensgesetz besitzen,
  • über einen Flughafen einreisen wollen und denen die Einreise nicht oder noch nicht gestattet ist,
  • wegen des Krieges in ihrem Heimatland eine Aufenthaltserlaubnis nach § 23 Abs. 1 oder § 24 des Aufenthaltsgesetzes oder die eine Aufenthaltserlaubnis nach § 25 Abs. 4 Satz 1, Abs. 4a oder Abs. 5 des Aufenthaltsgesetzes besitzen,
  • eine Duldung nach § 60a des Aufenthaltsgesetzes besitzen,
  • vollziehbar ausreisepflichtig sind, auch wenn eine Abschiebungsandrohung noch nicht oder nicht mehr vollziehbar ist,
  • Ehegatten, Lebenspartner oder minderjährige Kinder der in den Nummern 1 bis 5 genannten Personen sind, ohne dass sie selbst die dort genannten Voraussetzungen erfüllen, oder
  • einen Folgeantrag nach § 71 des Asylverfahrensgesetzes oder einen Zweitantrag nach § 71a des Asylverfahrensgesetzes stellen.

Leistungen

  • Grundleistungen für Ernährung, Kleidung, Unterkunft
  • Leistungen bei Krankheit, Schwangerschaft und Geburt
  • Sonstige Leistungen

Die Deckung des Bedarfs erfolgt vorrangig durch Sachleistungen, ergänzt durch einen monatlichen Geldbetrag zur Deckung der Bedürfnisse des täglichen Lebens.

Antrag auf Leistungen nach dem Asylbewerberleistungsgesetz

Die Leistungen sind in der Besonderheit des Einzelfalles begründet und einkommens- und vermögensabhängig.

Wo kann der Antrag im Regionalverband Saarbrücken gestellt werden?

Anträge auf Leistungen nach dem Asylbewerberleistungsgesetz können beim Fachdienst 50 – Soziales am Schloss oder in den Sprechstunden des Mobilen Beratungsdienstes vor Ort gestellt werden.